Das Licht des neuen Tages

Das Licht des neuen Tages

Session 85
  • Alvar sitzt am frühen Morgen an einem Weiher und angelt. Der wenige Schlaf scheint ihm dennoch gereicht zu haben. Gekonnt wirft er die Angel aus, mit etwas Brot versehen. Das stille Wasser wirft leichte Kreise, als das Ende aufkommt.
  • Seine Erinnerung an den letzten Abend ist klar. Vor dem Zelt hat sie noch Doroba mit Sinatah wahrgenommen, melancholisch im Gespräch vertieft.
  • Alvars Träume drehten sich darum, dass er nun wieder am Startpunkt seiner aktuellen Abenteuer steht. Er denkt an seinen Vater - die Suche nach ihm war in letzter Zeit unterbrochen. Und dabei war er damals schon so nah. Nun ist nicht mal klar, was die nächsten Wochen bringen.
  • Die Fische scheinen noch zu schlafen, die glatte Wasseroberfläche treibt den Schwimmer der Angel hin und her. Hier und da treten kleine Bläschen an die Oberfläche. Ein Strahl der Sonne trifft seine Stirn und wärmt. Er spürt seine Verbindung zu Malak‘bel, die Ruhe tut ihm gut.
  • Das Geräusch einer weiteren Angel holt ihn aus den Gedanken. Er sieht etwas entfernt Tulanir sitzen, der seine Angel ausgeworfen hat. Alvar wundert sich, dass er ohne Bewachung unterwegs ist, doch Tulanir hat sich noch nie aufhalten lassen. Er nimmt seine Angel und setzt sich neben den jungen Oger.
  • Volrak hat eine deutlich anstrengendere Nacht hinter sich, als er erwacht. Der Kopf brummt, doch seine Erinnerungen scheinen noch da zu sein. Das Zelt ist zu klein, sodass seine Füße nach draußen ragen. Sein Zeh ist glücklicherweise auch noch fest verbunden.
  • Die Sonne strahlt ihm ins Gesicht, was seine Schmerzen nicht besser macht. Er grunzt angestrengt, als er sich erhebt. Es ist noch wenig los im Lager, während er versucht, sich einen Überblick zu verschaffen.
  • Er hört einen Schlag auf Metall. Rauch steigt von einem Zelt nach oben. Die Arbeit scheint mit dem Sonnenaufgang begonnen zu haben. Der Schmied, den Volrak in der Nacht noch gesucht hatte, scheint schon fleißig zu sein.
  • Moronur sitzt in der Hocke in seinem Zelt. In seiner rechten Hand hält er den blutroten Splitter, den er frisch ergattert hat. Das Licht bricht sich darin und er überlegt, ob die Macht der Splitter ihm bei seinem Problem mit Tirael Crimsons Ring helfen könnte.
  • Es scheint, als ob irgend etwas im Stein ist - jedoch kann er es kaum erfassen, je nach Winkel bricht es sich anders. Ab und zu scheint das Licht andere Wege zu nehmen.
  • Er nimmt den anderen Stein heraus und sieht darin ein ähnliches Phänomen, jedoch in einem anderen Winkel. Er nimmt einen Diamanten heraus, doch dieser scheint ein nachvollziehbareres Glitzern zu haben, ungleich der Splitter.
  • Sinatah wacht auf und stellt fest, dass sie nicht alleine ist. Ein roter Drachengeborener liegt zusammengerollt neben ihr. Sie stellt beruhigt fest, dass sie beide noch bekleidet sind. Um sie herum ist das Zelt voll von Notizen, Schriftrollen und anderen Aufschrieben.
  • Sie schaut auf einen Zettel. Es sind Aufzeichnungen, die sie scheinbar in der letzten Nacht noch durchgegangen sind. Ihre Augen brennen vom Heulkrampf der letzten Nacht. Doch nachdem die letzten Tränen getrocknet waren, hat sie mit Doroba einige Gedanken zusammengefügt. Er hat ihr die ersten Grundkonzepte ihrer neuen Fähigkeiten erklärt.
  • Während sie weiter liest, bemerkt sie, dass auch sehr persönliche Aufzeichnungen von Doroba darunter sind. Erschrocken legt sie die Blätter wieder zurück, der Respekt vor ihm ist stärker als die Neugierde.
  • Roval Belmont hat nicht viel geschlafen. Mit einer Decke um sich hatte er seinen Blick fest auf das Kommandozelt gerichtet, in dem sein Vater untergebracht ist. Trotz der Schwierigkeiten und ungeplanter Hindernisse haben die letzten Tage viele Erfolge gebracht.
  • Nach der morgendlichen Rüstungspflege läuft er über den Platz. In der Ferne sammelt Marigold Brightshine Kräuter am Waldrand. Aus einigen Zelten schnarcht es noch, doch immer mehr öffnen sich. Die Sonne steigt über die Gipfel der Gebirge Richtung Rulik und erhellt nun den gesamten Zeltplatz.
  • Die Sonne scheint allen neue Kraft zu spenden.
  • Belmont hört die Hammerschläge auf Metall ebenso und läuft Richtung Schmiedezelt. Der Weg ist genau der Weg, der damals auch schon aus Silberfels herausgeführt hat, als sie zur Rettung eines Mädchens aufgebrochen sind. Doch mit dem Lager wirkt alles anders. Jeder Hammerschlag bringt ein Bild der seitdem vergangenen Zeit in seinen Kopf. Sein Schwert wird präsenter, es hat ihn durch vieles begleitet. Der Hammerschlag ist ein beruhigender Klang für ihn.
  • Nemek, der Schmied, hat schon einige Lanzen vorbereitet, doch es ist noch eine Menge Arbeit vor ihm. Belmont versteckt sein Gesicht, zieht sein Schwert und fragt den Schmied, ob er diese Kerbe aus der Klinge bekommt, während er Bloodeater zieht. Nemek schaut nicht zu ihm auf, seine Maskerade scheint zu funktionieren. Das Geräusch des gezogenen Schwerts lässt ihn innehalten. Der Hammer rutscht durch seine Hand und bleibt auf seiner Handfläche liegen, während er den Arm senkt.
  • Der alte Schmied ist etwa 70 Jahre alt, die starke Muskulatur ist bedeckt von sonnengegerbter Haut. Er wirkt deutlich fitter als viele andere seines Alters.
  • Er erkennt das Schwert nach einem Blick auf den glänzenden Stahl. Es sei lebendig. Er umgreift die leicht rötlich schimmernde Klinge. Das sonst so blutrünstige Schwert scheint sich nicht zu trauen, diese Hände zu verletzen.
  • Nemek fragt Belmont, ob er die Legende vom Schwertvater kennt - ein Großmeister der Schmiedekunst, als einziger in der Lage, lebendigen Stahl zu schaffen und zu formen. Er spürt diese Energie aus der Klinge, die er in seinen Händen hält.
  • Belmont nimmt seinen Umhang vom Gesicht. Nemek nimmt das Schwert zur Seite und nimmt Belmont in eine feste Umarmung. Roval bemerkt, dass das Alter seinen alten Meister langsam einholt. Die Zeit schreitet stetig voran.
  • Nemek hat erfreut von der Rückkehr von Roderick Belmont gehört und fragt, ob er wohlauf sei. Belmont beschreibt die Stärke seines Vaters, jedoch auch dass er aktuell Ruhe braucht. Roval verspricht, dass sie nicht aufgeben werden, bis Anvil wieder in den rechtmäßigen Händen liegt und die verlorenen Gefährten alle gefunden sind.
  • Volrak tritt zur Schmiede heran und begrüßt Belmont. Ehrfürchtig spricht er auch Nemek an. Belmont stellt die beiden vor, er beschreibt den Ork als großen Krieger und mindestens genau so großen Trinker. Mit seiner großen Hand umschließt er die knöchrige Hand des alten Schmiedes. Dieser erinnert sich an den explosiven Flug von Volrak durch das Lager und Marigolds erste Hilfe.
  • Der große Ork-Krieger nimmt die Kette des Drachens ab und fragt den Schmied, ob er daraus auch etwas anderes schaffen könnte.
  • Moronur hat lange Zeit auf die Splitter gestarrt, doch seine Fähigkeiten werden nicht reichen, um die Kraft der Steine zu nutzen. Vielleicht weiß einer seiner Gefährten mehr.
  • Als er aus seinem Zelt schaut, erblickt er Doroba, der seinen Kreislauf mit den Sonnenstrahlen in Schwung bringt. Moronur ruft ihm einen guten Morgen zu und tritt zu ihm heran. Mit einem Auge schaut er zu ihm, die Nacht ist ihm ins Gesicht geschrieben.
  • Moronur fragt, ob er Sinatah gesehen hat. Er winkt ihn herein. Sie ist gerade am Sortieren der Notizen, als er herein tritt. Moronur fragt sie kurz nach ihrer Hand und vergleicht die Farbe des roten Splitters mit ihrem rubinroten Kristall. Nachdem die Farben abweichen, scheint er beruhigt zu sein. Er zeigt ihn ihr näher und hält ihn gegen das hereinströmende Licht. Es ist das erste Mal, dass Sinatah den Splitter in Ruhe betrachten kann. Die enorme arkane Energie überwältigt sie fast. Dieser Stein enthält enorme Macht.
  • Alvar nimmt ein fernes Funkeln wahr, als er den letzten Fang des Morgens aus dem Wasser holt. Mit 5 Fischen war es ein erfolgreiches Vorhaben. Mit Tulanir hat er nicht wirklich gesprochen. Sie haben die Ruhe gemeinsam genießen können. Der Oger gratuliert Alvar zu seinem erfolgreichen Fang, der ihm seinen Fang daraufhin überlässt. Verdutzt bedankt sich Tulanir.
  • Auf dem Weg zum Ursprung des Funkelns erblickt Alvar den roten Doroba, der einen Kontrast in der weißen Zeltmenge darstellt. Der Blick Richtung Schmiede bringt auch Alvar die Erinnerungen an ihren damaligen Aufbruch zurück. Doch das Glitzern zieht ihn stärker an, sodass er vor das Zelt tritt. Er sieht Sinatah im Inneren stehen, wie sie den Stein nach oben hält.
  • Alvar ist etwas verunsichert, dass Sinatah wieder einmal ein magisches - und potenziell gefährliches - Artefakt hält. In dem Moment gibt sie den Splitter an Moronur zurück, jedoch nicht ohne ein Funkeln in ihren Augen.
  • Währenddessen betrachtet Nemek die Kette und erkennt den mächtigen Schwarzstahl. Mit gekonntem Handgriff greift er das Ende eines Kettenglieds und zwickt mit einer Zange leicht hinein. Das Glied zerspringt. Erschrocken fürchtet Volrak um seine Beute, doch Nemek beruhigt ihn. In seinen Händen ist die Kette nur ein etwas besserer Hitzeschutz. Volrak erzählt sein Ziel, eine Rüstung, einen Gürtel, oder wenigstens Armschienen daraus herstellen zu können. Einfach wird es nicht sein, aber auch nicht unmöglich. Mit etwas Zeit kann Nemek daraus etwas schaffen.
  • Roval bittet Nemek darum, das Wappen der Familie Belmont in den Griff von Bloodeater einzugravieren. Der Schmied bietet an, das Schwert auch insgesamt auf Vordermann zu bringen. Es scheint, dass diese Aufgabe für ihn schwerer wiegt, als die Rüstung eines kriegerischen Orks.
  • Volrak spielt mit einigen der unfertigen Waffen. Nemek bittet ihn, das zu unterlassen. Beim Zurücklegen wirft Volrak eine Reihe weiterer Rohlinge um. Mit einem einfachen „Raus“ wird Volrak rausgeworfen. Beim Gehen erwähnt Belmont in einem Nebensatz, dass Elanduil noch lebe.
  • Sinatah fragt Doroba, ob die ganzen persönlichen Notizen bewusst zwischen den fachlichen Aufschrieben liegen würden. Sie beschwichtigt ihn, dass sie nichts davon gelesen hatte, sondern dass es ihr nur aufgefallen war. Doroba bedankt sich für die Rücksicht.
  • Sinatah tritt zu Belmont, der gerade kurz hinter Volrak vor dem Zelt vorbeiläuft. Ihr fällt auf, dass Bloodeater fehlt. Und auch Volrak hat seine Gleve bei Nemek gelassen - obwohl er ihn gebeten hatte, sie mitzunehmen. Doch Volrak scheint ihn nicht richtig verstanden zu haben.
  • Sie erzählt Belmont von der großen potenziellen Macht der Splitter. Er schlägt vor, dass wir uns ein Plätzchen suchen und die Situation besprechen. Alvar berichtet vom Treffen mit Tulanir. Volrak fragt, wer das sei, doch Moronur wiegelt ihn mit einem „ein Freund“ ab. Das Geheimnis seiner Existenz kann noch nicht geteilt werden.
  • Etwas bedrückt fragt Alvar, wo Mando ist. Volrak überlegt, ob Magzul bei Mando ist. Er vermisst seine Gleve. Sinatah merkt, dass er gekränkt ist und sich etwas schämt, dass er sich in der Schmiede daneben benommen hat. Belmont beschreibt Nemek als ruppigen Mann, der auch ihn oft so abgewiesen hatte. Sinatah spürt noch etwas tiefergehendes in Volraks Haltung, doch kann den Gedanken nicht weiter verfolgen.
  • Belmont nimmt Sinatah beseite, er möchte etwas mit ihr teilen. Sie beginnt das Gespräch jedoch vor ihm und fragt, wie seine Schwester damals war. Er beschreibt, wie sie nach dem Tod seiner Mutter und dem Weggang seines Vaters seine ganze Welt war. Sie druckst etwas herum und fragt, wie er es finden würde, wenn sie noch am Leben wäre. Doch Belmont ist sich sicher, dass er sie damals im Keller sterben gesehen hatte. Sinatah berichtet von einer weiteren Macht mit Ähnlichkeit zu Belmont, als er aus dem Rubin-Reich gerettet wurde. Sie scheint sicher zu sein, dass seine Schwester bei ihnen war. Sie schluckt ihre Angst herunter und erzählt von der zwischenzeitlichen Gefährtin Morrigan, die uns begleitet hatte, während Belmont gefangen war. Im Hause der Crimsons hatte Morrigan sich in der Nacht offenbart und als Cyril zu erkennen gegeben. Sie war der Schlüssel zu Belmonts Befreiung.
  • Ungläubig versucht Belmont, diese Erkenntnis anders zu erklären. Vielleicht ein Trick der Crimsons? Doch Sinatah hat ein Band gespürt, und das Verschwinden von Morrigan/Cyril direkt nach der Rettung sprechen dagegen. Ein Lächeln kurz vor ihrem Verschwinden sah Belmont zum Verwechseln ähnlich. Belmont war beim vermeintlichen Tod von Cyril bewusstlos, doch er hatte seinem Vater immer geglaubt, als dieser von ihrem Tod erzählte.
  • Sinatah erinnert sich glasklar, dass die neidhafte Cyril, die sie im Keller der Crimsons töten wollte, wohl nicht viel mit der Erinnerung von Belmont an seine Schwester zu tun hatte. Doch sie war da. Sie fragt ihn, ob „kleiner Flügel“ etwas für ihn bedeutet? Der Name „Roval“ ist Elvish für „kleiner Flügel“, der Name, den seine Schwester ihn als Kind immer genannt hatte. Sie ist da draußen und wacht über ihn.
  • Belmont fragt sich, warum sie verschwunden ist, was das alles bedeutet. Eine Wärme steigt in ihm auf, die gute Nachricht erhellt sein Gemüt. Er muss mit seinem Vater sprechen.
  • Doch im nächsten Moment verdunkelt sich seine Miene. Denn auch er trägt ein Geheimnis aus dem Ruby Realm, das er ihr noch nicht erzählt hatte. Er hatte Hilfe in der fremden Dimension, eine Person, die dort schon einige Zeit überlebt hatte und ihm das Leben gerettet hat.
  • Er beschreibt, dass er dieselben Symbole von Sinatahs Dolch auch an dem Dolch dieser Person gesehen hat. Es war ihr Bruder, Aelar. Sie hätten es fast gemeinsam geschafft zu fliehen. Doch Serelyn, die Blutkönigin hat ihn im letzten Moment auf ihre Seite gezogen. Ohne die Stärke von Aelar wäre er nie entkommen. Doch Aelar ist noch dort gefangen.
  • Sinatahs Bruder und Belmonts Schwester sind also beide elementar gewesen, um Belmont zurück zu bringen.
  • Ein Schimmer fliegt durch den Kristall in Sinatahs Hand.
  • Belmont schwört Sinatah, dass er an Sinatahs Seite in die Ruby Realm ziehen wird, um ihren Bruder zu befreien.

Session Impressions