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Eidbrecher

- Brannic kann einen der Angreifer abwehren, doch es kommen stetig weitere Gestalten auf ihn zu. Mit einer Kreisbewegung kann er drei Feinde niederstrecken, doch die Wunden der Schlacht sitzen tief. Er sieht, wie Corvin um die Ecke rennt und wundert sich, wo er wieder hin will. - Corvin verfolgt Edda in vollem Sprint. Er ruft nach ihr, doch Edda ignoriert die ihr unbekannte Stimme. Er versucht aufzuholen und geht auf alle viere. Der Leonide holt auf, Edda hört genauer hin. Sie dreht sich im Lauf um und erschrickt, als sie ihren Verfolger sieht. Sie macht sich bereit für den Kampf und bleibt stehen. Corvin springt ihn die Luft und landet mit rutschenden Pfoten. Ein Bolzen fliegt knapp an seinem Kopf vorbei. Edda kann die Flugbahn und den Schützen direkt zuordnen. Nur eine Person schaut in ihre Richtung. - Corvin versucht einen Speer in die Richtung des Angriffs zu werfen, jedoch trifft er einen der unschuldigen Bürger daneben. Ein strahlendes Grinsen bildet sich auf dem Gesicht des Angreifers, der seine Armbrust locker hält. Corvin wundert sich, wie entspannt die Person wirkt. - Edda erkennt die Gestalt. Sie hat ihn in letzter Zeit seltener gesehen, jedoch hat er in ihrer Kindheit viel Zeit mit ihr und seiner Schwester verbracht. Tirael wirkt wie eine vollständig andere Person, als sie ihn sonst kannte. Sie fragt ihn, was mit ihm los ist. Er wundert sich, dass Edda noch hier ist. Er ging davon aus, dass sie mit den anderen gegangen sei. - Als Tirael plötzlich einen weiteren Bolzen schießt, hält Corvin seinen Schild nach oben und wehrt ab. Er läuft mit gezogenem Schwert auf Tirael zu. Nachdem der nächste Bolzen die Schulter trifft, wirft Edda einen Feuerball Richtung Tirael, der ohne Wirkung an ihm verpufft. - Die Tore zum Innenhof der Festung öffnen sich langsam vor Brannic. Darin wirkt die Welt heil, als ob nichts passiert wäre. Ganz im Gegensatz zum blutigen Bild vor den Toren. Der König trägt eine gleißende Rüstung, mit einem Löwenfell um seine Schultern. Mit festen Schritten kommt er hinab. Brannic ruft zu den Soldaten um ihn rum, dass der König kommt. Er ist sich nicht sicher, ob es ein gutes Zeichen oder ein Signal der Verzweiflung ist. - Corvin ist im Sprung auf Tirael, sein Schwert leuchtet, ein Schatten fällt auf Corvins Gesicht. - Edda nutzt die Ablenkung und macht sich unsichtbar. Tirael starrt Corvin in die Augen. Es sein nichts persönliches gegen ihn. Corvin schlägt den Griff des Schwerts Richtung Hand. Tirael lässt zu Corvins Verwunderung die Armbrust fallen. Doch im nächsten Moment bohrt sich ein stechender Schmerz in seine Seite. Der Dolch ragt aus seinem Bauch. Corvin lässt das Schwert fallen und versucht nach Tiraels Hals zu greifen. Doch die Kraft verlässt ihn, die Knie werden weich, und Corvin geht blutend zu Boden. Edda schaut schockiert zu. Tirael scheint sie nicht mehr wahrzunehmen und dreht sich zur Tür zum Anwesen der Crimsons. Sie läuft langsam ebenfalls darauf zu. - Brannic ist von Leichen umgeben, der Wächtergolem liegt zusammengefallen am Boden. Der König schaut mit ernster Miene auf die Szene, umringt von seiner Leibgarde. Keine Gruppe wirkt zahlenmäßig überlegen. Brannic sieht den König in seiner gesamten Pracht, doch seine Sorgen sind ebenfalls klar zu sehen. Eine schwierige Entscheidung scheint vor ihm zu liegen. Ein Befehl geht über seine Lippen, doch Brannic kann ihn nicht hören. Ein Pfeil fliegt von der Festungsmauer und trifft eine der Wachen. Ein Schuss auf die eigenen Leute. Wie kann das sein? Der König wirkt beschämt. Die Schüsse scheinen auf die Wachen zu gehen, die nicht im engeren Kreis des Königs sind. Es scheint, als ob sie zu viel wissen, zu viel über die Geschehnisse dieses Abends. Brannic stürmt auf die Feinde zu, während neben ihm seine Kameraden fallen. Der letzte Pfeil trifft ihn, Brannic geht zu Boden. - Durch die Türe sieht Edda, dass Lucius Belmont im Hause der Crimsons steht und mit dem Paladin spricht, den sie vorhin schon dort getroffen hatte. Der Paladin ist aufgebracht und gestikuliert wild. Tirael schaut Richtung Festung und wischt das Leonidenblut von seinem Dolch. Edda ist außer Sicht und beobachtet, wie das Gespräch hitziger wird. - Moronur fühlt sich eingeengt, die Erlebnisse der anderen Welt wirken wie Traum, doch nichts davon ist vergessen. Er ist auf seinen Knien, die purpurne Aura umgibt ihn noch. Er erblickt den Ring an seiner Hand, der Tod von Kaelis war für ihn vor Sekunden. Lilane Blitze umgeben ihn, während sich der Ring um ihn etwas löst. Um ihn findet ein Kampf statt, und er ist nicht dabei. - Belmont fühlt sich ebenfalls wie gefesselt. Der Pfeil, der sich in seinen Rücken gebohrt hat, hallt noch nach. Nein, nicht in seinen Rücken, in Vesperas Rücken. Er erinnert sich an einen Moment seiner Kindheit, als er mit seiner Schwester Verstecken gespielt hatte. Die Wärme der Erinnerung bringt ihn zurück in den Moment. Die grüne Rune vor ihm ergibt keinen Sinn, als ob sie hier nicht hingehört. Er hört mindestens drei unterschiedliche Stimmen um sich herum rufen. Sie wirken hektisch, im Konflikt gebunden. Eine Stimme ruft, dass es noch zu früh sei, dass sie sie noch nicht wach werden lassen können. - Sinatah öffnet die Augen und fühlt die Magie um sich herum. Ihre Fesseln sind ein elementarer Teil des großen Zaubers von Mal‘akar. Die grüne Rune stammt nicht von den Schattenklingen, sie versucht ihr etwas mitzuteilen, ein Kommunikationsversuch. Doch die Bedeutung ergibt sich nicht. Magzhuls Präsenz ergreift sie. - Alvar ist ebenfalls zurück unter Anvil und sieht Mal‘akar. Er bemerkt, dass leichte Zweifel im Gesicht des dunklen Magiers zu sehen sind. Er scheint sich zu verteidigen, doch Alvar sieht nicht, gegen was. - Edda macht instinktiv einen Schritt nach rechts. Tiraels Hand geht an ihr vorbei. Er wollte seine Hand auf ihre Schulter legen. Ungläubig starrt er auf seine Hand, die ins Leere gegriffen hat. Es sei eine Schande, dass Edda so feige ist. Dass sie ihr Potenzial nicht sieht. Die Dinge, die sie gemeinsam erreichen können. Wie sie die Welt verbessern könnten. Er schaut durch ein Fenster. Die Crimsons sind sich einig, doch die Belmonts sind unsicher - ihre Moral steht ihnen im Weg. Er zweifelt daran, dass Lucius die Lage im Griff hat. Doch Wulfrick, Tiraels Vater, soll Recht behalten. Edda entgegnet, dass sein Vater sich in ihr getäuscht hatte. - Ein Gefühl von Verständnis breitet sich in ihr aus. Tiraels nächste Worte wirken viel klarer, vertrauensvoller. Er streckt ihr seine Hand entgegen und bietet ihr an, mitzukommen. Sie wird sichtbar und greift die Hand. Wie in einem Film laufen sie durch die Straßen von Anvil. Die Gassen werden dunkler. Als sie zurück blickt, sieht sie noch das Dach vom Haus der Crimsons. Doch sie spürt nichts mehr dabei. Als sie nach vorne blickt, öffnet Volrak seine Augen. - Volrak hat keine Ahnung, was gerade passiert ist. Edda verschwimmt in seiner Erinnerung, bis sie vollständig verblasst ist. Auch er ist am Boden fixiert, seine Hände sind magisch gebunden. Seine Haltung erlaubt ihm keinen Blick um sich herum. Er versucht zu sprechen, doch es kommt kein Wort heraus. - Belmont wird von einer Kraft durchströmt. Ein Licht durchdringt ihn, das er lange nicht so intensiv gespürt hat. Erst das Gebet an Bahamut hat es zurück gebracht. Er überlegt, ob das Licht von ihm stammt, oder von Roderick. Er fühlt die Nähe zu ihm, ein Blick über seine Schulter zeigt den grünen Runenkreis, der um die ganze Gruppe kreist. Das Licht um Roderick ist etwas verblasst - seine eingefallene Erscheinung schockiert ihn. Rodericks Licht schwindet. Belmont streckt die Hand aus und spendet etwas von seiner Kraft. Er erinnert sich, wie Roderick damals Belmont die Hand genau so hingestreckt hat. Die Berührung erfasst alle in grellem Licht. Eine Stimme ruft, dass sie hofft, dass es nicht zu früh ist. - Vor Belmonts innerem Auge tritt Roderick aus den Ketten heraus auf ihn zu. Falten durchziehen sein Gesicht. Er atmet angestrengt aus und sagt, dass es ihm leid tut. Belmont tut es leid, dass sie erst so spät kamen und versucht den Schild zu überreichen. Roderick schiebt den Schild zurück und hofft, dass Belmont es verstehen wird - es ging nicht anders. - Plötzlich blicken unsere Augen in die Augen von Lucius Belmont. Wir teilen das Bewusstsein von Roderick, als er Lucius gegenüber steht. Sinatah spürt die Verwirrung im Geist von Roderick. Der Raum, in den wir blicken, wirkt komisch. Lucius steht im Anwesen der Crimsons, um ihn herum liegen Folianten, für die es keinen Grund gibt, dass sie dort sein sollten. Es sind die Verzeichnisse der Experimente. Sinatah möchte handeln, doch sie kann nur spüren, wie Roderick sich fühlt. Er öffnet seinen Mund und beginnt zu sprechen, doch die Worte fehlen ihm. Seine Gedanken sind ungläubig, dass Lucius mit den Crimsons unter einer Decke steckt, dass er mit den Geschehnissen dieses Abends in Anvil zu tun haben soll. - Lucius schaut ihn an und fragt, ob Roderick glaubt, dass seine Aufgabe sei, ihm im Weg zu stehen. Die Moral sei ähnlich unnütz wie die von Rodericks Vater. Doch dieser liegt draußen, und Lucius steht noch hier. Er hatte nicht das Zeug, die Dinge zu tun, die Lucius offen stehen. Lichtfels schade der Stadt seit Generationen, sie sei dem Untergang geweiht. Das sollten sie alle wissen, auch Roderick. - Lucius weiß mehr über den König, als er sollte. Seit Jahrzehnten dienten sie dieser Familie, die nichts als sich selbst sieht. In Lucius Augen zeigt sich ein Gefühl starker Minderwertigkeit. Er war im Herzen der einzige echte Kämpfer der Familie. Der Rest hatte immer den Weg des Paladins eingeschlagen, doch das Licht hat ihn nie gefunden. Dieses Gefühl der Einsamkeit begleitet ihn über große Teile seines Lebens. Erst der Tod seines Bruders hat ihm die Macht gegeben, die er sich gewünscht hatte. Doch niemand nahm ihn ernst, insbesondere nicht die Familie Lichtfels. Nun ist die Zeit gekommen, sich zu beweisen. Doch er brauchte Hilfe, die Hilfe der Familie Crimson, auch wenn sie ihren Preis hat. - Roderick fragt „wie lange schon?“, und Lucius antwortet „seitdem dein Vater nicht mehr im Weg steht“. Lucius will Roderick eine, aber nur eine Chance geben. Wenn er ihm aus dem Weg geht, wird er gehen und ihn nie wieder sehen. Falls nicht, wird aus der Tür nur noch einer von ihnen gehen. Als Roderick stehen bleibt, versucht Lucius ihn wegzudrücken, doch Roderick weicht geschickt aus. Der physische Angriff von Lucius passt nicht zu ihm, er war nie handgreiflich. Lucius betont, dass es für diese Familie keinen anderen Weg geben soll. - Roderick fragt, ob es nur um Macht geht, nur um diese Spielchen, und ob Lucius nicht sieht, dass die Crimsons ihn ausnutzen? Sein Vater habe Lucius immer nur geliebt, und Lucius hat ihn dafür gehasst. Lucius sieht seinen Bruder in Roderick. Er soll nach draußen blicken und sehen, dass es zu spät ist. - Roval Belmont spürt die Gefühle, die in Roderick hochkochen, am eigenen Leib. Der Zorn, die roten Augen, sie stammen von Roderick. Er weiß, dass Roderick dabei ist, die Kontrolle zu verlieren. Es muss einen anderen Weg geben - Roval wird klar, dass Lucius hier und jetzt aufgehalten werden muss, auch wenn Rodrick dafür seinen Eid brechen muss. Sein Schwert glänzt rot und er holt aus, Tränen fließen aus seinen Augen. Er blickt in die Augen von Lucius, als er sein Schwert in ihn sticht. Der Schock steht in seinem Gesicht, als er in den Armen von Roderick hängt und langsam zu Boden geht. - Die anderen Optionen, die Roderick hatte, sie wären nicht genug gewesen. Er wartet auf den Moment, in dem ihn irgendetwas verlässt, nachdem er seinen Eid gebrochen hat. Doch anstatt ihn zu verlassen, kommt etwas zu ihm. Dieses Etwas, es verdrängt andere Dinge in ihm. Es wird sein Leben lang in ihm bleiben. Er weiß nicht, was er jetzt tun soll. Dieser Weg war nie sein Plan. - Die Tür öffnet sich hinter ihm, Wulfrick Crimson steht darin. Er blickt auf die Szene, nachdenklich, nicht schockiert. Ein Grinsen bildet sich, die Sicherheit, dass Roderick das sein Leben lang mit sich tragen wird. Es sei einfacher gewesen, als er dachte. Doch ohne Lucius wird hier nichts weiter funktionieren. Er möchte sich vom Eidbrecher Roderick verabschieden, doch dieser schwört einen neuen Eid, dass Wulfrick bei ihrem nächsten Treffen an seiner Klinge hängen wird. - Roderick greift die Kette an Lucius Hals, die dieser von Rodericks Vater genommen hatte. Ein kurzer Zug, und der Anhänger ist in seinen Händen. Er schultert den Körper vom Boden und macht sich auf den Weg zur Festung. Draußen sieht er den leblosen Körper von Corvin, aber er spürt nichts dabei. - Als er den Vorhof betritt und die Leichen sieht, bemerkt er das Treiben auf den Zinnen. Der Pfeil in Brannics Rücken verrät, dass die Pfeile von der Festung kamen, nicht von den dunklen Gestalten. Er verabschiedet sich von seinen Waffenbrüdern und tritt in den Burghof. Seine Herkunft sorgt dafür, dass er anders behandelt wird. Einer der Bogenschützen steht vor ihm, doch ein weiterer zieht ihn zur Seite, als er den blutüberströmten Roderick erkennt. - Roderick betritt den weißen Marmor und hinterlässt blutige Fußspuren. Der König scheint beschäftigt, doch viele Köpfe folgen ihm auf jeden Schritt. Eine Leibgarde, Frederick William, ein langjähriger Paladin, erkennt ihn erst nicht. Das Blut macht sein Gesicht nahezu unerkenntlich. Erst das Wappen auf seiner Brust gibt ihn zu erkennen. Roderick legt Lucius ab, kniet nieder, und stellt sich dem König vor. Er sei Roderick Belmont und legt dem König einen Strippenzieher des heutigen Angriffs aus seinem Hause nieder, den dieser gemeinsam mit dem Haus Crimson verantwortet. - Der König spricht, doch die Worte verklingen, während die Welt verschwimmt und Belmont wieder die Augen öffnet und seinen Vater in anderem Licht wahrnimmt. Die Perfektion, die er immer sah, ist nicht mehr da. Doch er verurteilt ihn nicht. Es war eine unmögliche Entscheidung. In seinem Ohr hört er die Stimme von Magzhul, die er zuvor schon gehört hatte. Er steht neben Taldrin am anderen Ende der Halle. Mal‘akar wirft dunkle Magie in die Richtung von Magzhul, während Taldrin den Drachen schlafend hält. - Nun ist der Moment gekommen, Magzhul ruft nach uns und das Band wandert von uns weg und bindet sich im Mal‘akar. Roderick fällt von der Wand auf den Boden. Wir müssen den letzten Gedanken zusammensetzen, den Mal‘akar hatte, als er unkonzentriert war um uns in Schach zu halten: „Sie trägt den Splitter am Hals“

S80

Die Glocken klingen nach Gefahr

- Edda steht am Tisch, an dem sich Lucius und Lord Crimson unterhalten. Lord Crimson blickt ihr direkt in die Augen. Edda gibt sich gelassen und unterhält sich mit ihm. Er lobt sie für ihre Neugierde, warnt sie jedoch auch vor der Gefahr davon. Sie fragt ihn, was die beiden gerade besprochen haben. Auf dem Tisch ist klar eine Karte von Arandor erkennbar. - Ihr Auge fällt auf Iriles. Dort sind Objekte eingezeichnet, die sie dort nicht kennt. Eine kleine Insel vor der Westküste weckt ihre Neugierde. Sie versucht sich einzuprägen, was sie erkennt. Auf die Frage an Lucius, was sie da sieht, wirkt er unbeeindruckt. Ein kurzer Blick von ihm geht Richtung des Lords. Wulfrick habe Vertrauen zu ihr, doch Lucius kennt sie nicht so gut. Lucius sagt ihr, dass nur das Schlachtfeld zeigen kann, wem man wirklich vertrauen kann. - Wulfrick Crimson bittet sie bestimmt, Ravina beim Bestehen der Prüfung zu helfen. Ihr ist klar, dass sie gehen sollte und verabschiedet sich mit einem Knicks. - Corvin, Brannic und Roderick laufen die Straße entlang, der Sonnenuntergang am Horizont ist in vollem Gange. Sie wollen Lucius suchen, doch keiner weiß, wo er sein könnte. Irgendwas stimme mit ihm nicht, den Eindruck hatte Roderick zumindest in letzter Zeit. - Brannic hat Lucius zuletzt beim Gottesdienst vor zwei Wochen gesehen. Es ist nicht unüblich, dass er ihn nicht so oft sieht, jedoch hätte er normalerweise von ihm gehört. - Er hört plötzlich eine Glocke. Der Wachturm der Familie Lichtfels. Für eine Stadtwache gibt es nichts wichtigeres als den Schutz der Königsfamilie. Brannic stürmt los. Doch Corvin möchte mit Roderick die Suche fortsetzen. Roderick hält ihn aber fest und möchte, dass Corvin zum König geht und er allein nach Lucius sucht. - Zwei Rauchschwaden steigen aus dem Burghof auf, die die beiden Wachen von weitem sehen. Neben ihnen rennen weitere Wachen an ihnen vorbei. - Als sie um die Ecke laufen, fliegt eine der anderen Wachen an ihnen vorbei. Der Wächtergolem scheint nicht freundlich gesinnt zu sein. - Vespera hält die Klinke kurz fest, löst sich wieder und flüstert auf elbisch „Schatten“. Sie bittet Hermine darum, ein Bild von Boldan aus ihrem Zimmer zu holen und bietet an, derweil hier auf die Kekse aufzupassen und sich um eine Ratte zu kümmern. Sie verlässt den Raum und läuft nach oben. - Ein Schatten zieht vom Boden auf Vespera, ihre Schattenrüstung legt sich an. - Kaelis und Vespera sprechen leise miteinander, niemand möchte sich zeigen. Vespera fließt in den Schatten. Er fragt sie, wo ihre Loyalität liegt. Sie diene nur sich selbst. - Die Tür nach draußen öffnet sich. Tirael Crimson tritt herein, er ist etwa 25 Jahre alt. Er meint, dass Vespera und Kaelis die zwei größten Witzfiguren seien, die er seit langem gesehen habe. Vespera wird seit Wochen verfolgt und setzt die Crimson-Familie dieser Gefahr aus. Sie kniet nieder, die Angst bringt Schweiß auf ihre Stirn. Es war ihre dritte letzte Chance. - Er spricht zu Kaelis, er mache oft gute Arbeit, doch das reiche nicht immer. Nachdem Kaelis ruhig bleibt, meint Tirael, dass er wenigstens nicht so viel falsches erzählt wie Vespera es tat. - Vespera spannt sich an, jederzeit bereit, dass Tirael ihr Leben beenden möchte. Sie bietet nochmals ihre Hilfe an. - Edda blickt auf die Empore. Die zwei Männer packen ihre Sachen zusammen. Ravina ist in ihre Bücher vertieft. Edda hört ein Glockenläuten, jedoch kann sie nicht ganz zuordnen, welche sie hört. Um diese Uhrzeit sollte nichts mehr läuten. Sie greift Ravinas Hand und fordert, dass sie ihr sagt, was sie über die Pläne ihres Vaters weiß. - Ihre Augen werden groß, sie füllen sich mit Tränen. Ein kurzer Blick huscht in Richtung von Wulfrick. Edda weicht etwas zurück, erschrocken von der Reaktion, aber sie hofft weiter, dass Ravina ihr etwas erzählen wird. - Und sie öffnet sich. Seit Wochen gehen komische Dinge im Hause Crimson vor sich. Wulfrick kommt zu ihnen und fragt, ob alles in Ordnung sei. Es sei Zeit zu gehen - draußen laufen Stadtwachen an der Straße entlang. Das Läuten wirkt lauter. Wulfrick sagt zu Edda, dass die Zeiten sich ändern werden. In dem Moment realisiert Edda, welche Glocke sie da hört. Sie stößt gegen Lucius, der hinter ihr steht. „Was habt ihr getan?“ fragt Edda. Lucius sagt, dass die wichtigere Frage sei, was jemand nicht getan hat. - Edda tritt ein „Verräter!“ über die Lippen. Beim Blick auf Ravina kommen ihr ebenfalls Tränen. Sie zaubert sich zurück in die Unsichtbarkeit und schafft eine Illusion einer Bombe mit brennender Zündschnur. Sie versucht die Türe zu öffnen, doch sie scheint blockiert. Das Drücken der Klinke verrät ihre Position. Wulfrick tritt auf die Illusion, worauf sie verschwindet. Mit ruhiger Stimme tritt er auf Edda zu - er verstehe die Überwältigung, doch sie brauche keine Angst zu haben. Ihre Stärke ist etwas, was sie brauchen können. - Sie will nicht zwischen ihrer Freundin und ihrer Loyalität zur Kirche wählen. Wulfrick öffnet die Türe und warnt sie, dass sie sicher sein sollte, auf welcher Seite sie steht. Edda stolpert heraus. Ein Soldat bleibt neben ihr stehen und fixiert Lucius. Roderick fragt Lucius, was das alles zu bedeuten habe. Edda ruft, dass diese Verräter den König stürzen wollen. - Brannic läuft die Treppe nach oben, ein großer Vermummter mit riesigem Säbel stürmt an ihm vorbei Richtung Burg. Weitere folgen, er zählt 25 Personen. Corvin ist ebenso verwirrt wie Brannic, sie schauen sich an und laufen schnell hinterher. - Mando Eichenschild ruft laut, dass sie das Tor schützen sollen. Eine Masse an Soldaten stehen um einen durchdrehenden Wächtergolem, der wild um sich schlägt. - Ein Vermummter versucht von hinten auf Corvin einzuschlagen. Er verfehlt jedoch. Corvin brüllt ihn an, der junge Mensch rennt voller Furcht weg. Sein Brüllen ist so intensiv, dass die Welt um ihn herum sich kurz verschiebt. Er vergisst, wo er ist - plötzlich ist er Sinatah Liadon, die am Boden festgekettet ist. Eine Sekunde reicht, Sinatah sieht die anderen um sich herum, alle wirken benommen und gefangen. Ein großer grüner Ring verläuft um sie herum. Corvin kommt wieder zu sich, zieht sein Schwert und stürzt sich in den Kampf. Mit seinem ersten Schlag streckt er drei vermummte Gestalten nieder. - Brannic sieht den Angriff von Corvin, mit seinem Speer springt er ebenso auf die Gegner zu und wirft ihn Richtung Golem. Er schlägt am Golem vorbei in einer Wand ein. Der nächste Schlag mit seinem Schwert geht auf die Kultisten. - Corvin wirkt einen magischen Strahl auf den Golem. Das Licht des Mondes schlägt in den Golem ein. - Das Licht bringt Brannic in die kniende Gestalt von Alvar. Auch ihm fällt der grüne Strahl auf, der um sie herum kreist. - Vespera kniet vor Tirael. Er fragt sich, wieviele Chancen sie noch braucht. Sie starrt auf das Amulett um ihren Hals. - Kaelis merkt, wie seine Kehle eng wird. Kurz darauf merkt er, dass ihn etwas nach oben zieht, sodass er aufstehen muss. Atemverlust war Teil seiner Ausbildung, doch dieser Effekt ist unerwartet stark. Es wird dunkel in seiner Sicht. Wie ein Traum legt sich der Blick aus den Augen von Moronur vor ihn. Er kann atmen. Um ihn herum ist der Rest von Ex Arena. Er sieht Volrak, der gebückt vor ihm steht. Das Licht an der Mauer strahlt immer noch hell. Das grüne Band geht um ihn herum. Und dann ist der Hals wieder zu und Tirael steht vor Kaelis im Raum. - Tirael lobt seine Arbeit, er habe viel herausgefunden und könnte nützlich sein. Doch er weiß zu viel. Tirael fordert Vespera auf, Kaelis anzuschauen. Was fällt ihr an ihm auf? Kaelis ist unscheinbar, jedoch macht er ihr etwas Angst. Tirael hat sein Leben in der Hand. Doch Tirael fragt, ob Kaelis auf sie lebendig wirkt. - Vespera schaut Kaelis näher an. Ihr fällt ein Ring auf, der unscheinbar und dunkel an seinem Finger steckt. Ihr Amulett pulsiert mit Energie. Sie dient nur einer Gestalt, einer Göttin, der Raven Queen. Sie bittet um ein Wunder. Sie reißt das Amulett ab, ein Stich durchdringt ihrem Körper. Die Welt verschwimmt, plötzlich kniet Roval Belmont vor der golden leuchtenden Kugel. Er schaut in das Licht, darin sieht er Roderick, der an einer Wand festgekettet ist. - Im nächsten Moment grinst Tirael in Vesperas Gesicht. Er hofft, dass sie sich einig sind, dass Kaelis zu viel weiß. Tirael greift nach der Hand von Kaelis. Dieser versucht, nach Tirael zu greifen, doch er hält ihn fest und zieht seinen Ring vom Finger. Kaelis sackt zusammen, der Tod ergreift ihn sofort. Tirael ist begeistert vom Ring, er wollte so etwas schon immer haben. Er steckt sich den Ring an und wundert sich kurz. Unsterblichkeit fühlt sich kaum anders an. - Vespera nutzt die kurze Ablenkung und teleportiert sich nach draußen. - Wulfrick streckt seine Hand nach Edda aus und bittet sie, mitzukommen. Sie scheint wie angewurzelt zu sein, sie schüttelt leicht ihren Kopf. Ein scharfes Nein verlässt ihre Lippen. Er greift nach ihr und im Moment der Berührung findet sie sich in Volrak wieder. Sein Rücken schmerzt, er ist zusammengekauert auf dem Boden, die Wut steigt in ihm auf. Er erblickt das grüne Band, dann ist er wieder Edda. Wulfrick betont, dass das ihre einzige Chance ist. Ängstlich blickt sie zu Ravina. Sie schüttelt nur den Kopf. Edda ist verwirrt und frustriert - sie fragt Ravina nochmals, was hier passiert. Es scheint ihr unglaublich, was diese Familie - die sie seit früher Kindheit kennt - vor hat. Sie blickt zum jungen Paladin neben ihr. - Wulfrick blickt enttäuscht auf sie. Es sei ein verschwendetes Talent, aber die Wege trennen sich nun wohl. Mit Ravina läuft er auf die Straße und entfernt sich langsam. Edda flüstert zu sich, dass sie sich wiedersehen werden. Eine Stadtwache kommt zu ihr und fragt, ob sie helfen kann. Sie berappelt sich und bietet ihre Hilfe an. Sie soll zu den Glocken. Ihr letzter Blick zum Haus zeigt noch, dass Lucius und der Paladin diskutieren. - Vespera steht auf der Straße vor dem Anwesen der Belmonts. Sie atmet tief ein. Sie läuft entgegen den Wachen, sie möchte fliehen. Orientierungslos irrt sie durch die Straßen. Ihr Umhang gibt ihr etwas Halt. Als sie sich dem Stadtrand nähert, sind die Geräusche in die Ferne geraten. Sie blickt zurück und denkt an Hermine, vielleicht wären sie Freunde geworden. In ihrer Tasche findet sie das Amulett, welches sie mit Verzweiflung hervor holt. Am Außenring blickt sie abermals zurück, irgendetwas verfolgt sie immer noch. - Ein Rabe sitzt in einem Baum. Ein Bolzen durchdringt sie. Tirael Crimson hält seine Armbrust fest. - Corvins Schwert steckt im Golem, magische Funken durchströmen das Wesen. Die Wachen um ihn herum drehen sich zur Menge und drängen die Feinde zurück. Einige seiner Kameraden liegen regungslos auf dem Boden. Er spricht zum Rest, es gilt das Tor um jeden Preis zu halten. Mit jedem Moment wird der Druck der Gestalten geringer, das Gröbste scheint überstanden. Auch Brannic schlägt eine weitere Gestalt von sich weg. Er atmet schwer, tiefe Kratzer brennen in seiner Seite. - Gleichzeitig kommt mehr Unterstützung für die Wache dazu. Auch Edda, die golden glänzende Drachengeborene kommt dazu und sieht Corvin, den Leoniden mit großem Zweihänder. Sie versucht zu verstehen, was hier gerade vor sich geht. Sie scheint zum Ende des Kampfes dazugekommen zu sein. Hätte sie beim Haus der Crimsons bleiben sollen? - Edda fragt Corvin, wie sie helfen kann, woraufhin er sie um heilende Hände für die Wachen bittet. Doch diese Seite der Magie ist ihr noch nicht vertraut. - Edda dreht sich um und läuft zurück. Einer der Soldaten sagt zu Corvin, dass sie Edda vor dem Hause der Crimsons gefunden haben. Er geht ihr hinterher.

S79

Damals, in Anvil

- Vespera hält ein Paket in ihren Händen, sie kennt ihr Ziel genau. Ein Viertel von Anvil, in dem sie eigentlich nichts verloren hat. Sie zieht ihre Kapuze tiefer ins Gesicht. In den Schatten fühlt sie sich wohl. - Sie sieht um die Ecke verschiedene Gestalten auf der Straße. Sie scheinen sie bisher nicht zu beachten. Ein Gasthaus scheint gut besucht zu sein. Zwei Stadtwachen biegen in die Straße. - Brannic schaut in die Gasse. Die Gaststätte hat in der Vergangenheit öfter Probleme bereitet. Es brodelt sich wohl wieder etwas zusammen, aber er kann die Lage nicht wirklich einschätzen. Roderick steht neben ihm, schaut aber nicht zu. Er scheint mit seinen Gedanken woanders zu sein. Brannic stupst ihn an und zeigt zur Gaststätte. Sie machen sich bereit, einzugreifen. Die Platte der Königsgarde glänzt. - Zwei Zwerge diskutieren lautstark. Brannic fragt, was hier los sei - die beiden Zwerge reagieren flapsig. Der Hinweis auf die Ruhestörung bringt sie nicht zur Ruhe. Roderick versucht, sich rauszuziehen, doch Brannic hält ihn in der Pflicht. Die Zwerge sind vollkommen respektlos. - Als Roderick eingreift, tritt Corvin dazu. Er ist deutlich größer als die beiden Wachen. Seine Frage nach dem Problem wird prompt beantwortet. Die Zwerge gehen schnell. Auch Corvin fällt auf, dass Roderick abgelenkt wirkt. Corvin übernimmt Roderick’s Schicht, woraufhin dieser ebenfalls wegläuft. - Corvin weist Brannic zurecht, dass er seine Autorität nicht dauernd untergraben lassen soll. - Edda hört die Wachen vor ihrem Fenster diskutieren. Ihre Wohnung war schon immer laut, ist sie doch direkt über der Gaststätte. Beim Blick nach draußen fällt ihr auf, dass eine der Wachen immer wieder zur Kapelle schaut. - Sie packt ihre Bücher zusammen und macht sich auf den Weg zu Ravina, zum Anwesen der Crimsons. Als sie in die Gasse tritt, ändert sie magisch ihre Erscheinung auf die eines alten Mannes. Alles, um den alkoholisierten Männern nicht aufzufallen. - Sie stolpert gegen Corvin, der sie kurz nach ihrem Weg fragt. Die Antwort stellt ihn zufrieden. Edda läuft weiter durch die Gassen, die wie üblich leer sind. Am Anwesen klopft sie, mit dem üblichen Zeichen, drei schnelle und dann zwei langsame Schläge. Ravina öffnet die Türe. Edda ist spät dran. Die große Prüfung steht morgen an. - Ravina ist nicht gut vorbereitet. Ein Bestehen scheint in weiter Ferne. Edda fragt, was sie bedrückt. - Ravinas Vater öffnet die Haustüre. Lucius Belmont tritt ein - Edda sagt zu Ravina, dass die Crimsons in letzter Zeit viel mit den Belmonts zu tun haben. Gerade ihr Vater und Lucius verstehen sich sehr gut. - Ravina verheimlicht, was sie bedrückt. Edda hört Fetzen aus dem Gespräch der Männer. Sie sprechen über den Geburtstag des Prinzen der Lichtfels-Königsfamilie. Die Crimsons sind nicht von der Fähigkeit des Prinzen überzeugt, sie sind skeptisch. Lucius hält sich zurück, widerspricht aber auch nicht. - Edda entschuldigt sich zur Toilette, doch draußen macht sie sich unsichtbar. - Kaelis steht in den Schatten einer Gasse. Etwas versteckt sich hinter einer Kiste vor ihm. Doch Kaelis weiß genau, was sein Ziel als Nächstes tun wird. Er nähert sich bis auf ein paar Meter entfernt, er fließt durch die Schatten. - Vespera kauert hinter der Kiste. Eine der Wachen lief gerade an ihr vorbei. Die Zeit drängt, sie muss zum Haus Belmont kommen. - Sie konzentriert sich und macht sich unsichtbar. Es gefällt ihr nicht, dass sie ihren Patron wieder nutzen muss. Damals auf der Flucht aus ihrer Heimat ist sie in einem Haus eingebrochen, um Essen zu finden. Dabei nahm sie auch eine Kette in die Hand, die dem dort wohnenden Zauberer gehörte. Seitdem begleitet sie die engelsartige Lichtgestalt. - Vor Kaelis verschwindet die Gestalt. Er hat es noch nicht erlebt, dass jemand einfach so verschwindet. Das scheint kein normaler Bote zu sein. Doch er weiß auch, dass Unsichtbare unvorsichtig werden. Mit scharfem Gehör nimmt er die Schritte wahr und folgt. - Vespera kommt ihrem Ziel näher. Das Haus der Belmonts ist eine alte Villa in gepflegter, wenn auch nicht prunkvoller Erscheinung. Die Flaggen zieren große Säulen, es wirkt einladend mit roten und blauen Farbakzenten. Das Paket wirkt sehr kompakt, sie fühlt nicht wirklich, was es sein könnte. Sie berührt ihre Kette und spürt schon, dass auch dieser Job wieder schwierig enden wird. Rein vom Gewicht ist sie allerdings sicher, dass es Bücher sein müssen. - Vespera umrundet das Haus Richtung Seiteneingang. Eine kleine Treppe führt direkt in die Küche. Eine gute Freundin - Hermine - arbeitet in der Küche. Bei ihrem letzten Besuch hier hat Hermine ihre Lieferung entgegen genommen. - Vespera teleportiert sich hinein, hinter Hermine. Sie erschrickt, nimmt sie jedoch direkt in den Arm. Vespera drückt sich weg und berichtet von ihrem wichtigen Paket von Lord Crimson persönlich. Die Belmonts sind nicht zuhause, deshalb ist die persönliche Übergabe heute schwierig. Als sie das Paket überreichen will, ritzt sie die Verpackung an. Zwei recht dicke Bücher sind zu sehen. Zahlen und Ortsnamen sind aufgelistet, es wirkt wie ein Register. - Vespera fragt, ob Lord Belmont eine Dame in der Taverne kennengelernt hat und ob er Spielschulden hat. Doch Hermine weist sie zurück, sie wisse nichts derartiges. - Corvin und Brannic unterhalten sich über die Unzuverlässigkeit von Roderick in letzter Zeit. Auch Brannic scheint heute etwas neben der Spur zu sein. - Corvin blickt auf den Mond. Er überlegt, wie es außerhalb der Stadt sein könnte, ohne Dienst, ohne Verpflichtungen. Ein dumpfes Geräusch ertönt. Zwei Vögel fliegen von einem Dach nach oben. Irgendwas stimmt nicht. - Edda läuft langsam die Treppe zur Empore hoch, auf der Lucius und Lord Crimson sitzen. Eine Karte zeigt Mardunien. Einzelne Städte sind markiert. In Iriles setzt Lord Crimson einzelne Punkte, unter anderem bei Vataban. Edda hat bisher noch nicht mitbekommen, dass die Crimsons über Iriles oder Vataban gesprochen hätten. - Das Gespräch dreht sich immer noch um die Königsfamilie. Beide scheinen sich einig, dass sie die Stadt nicht so entwickeln können, dass sie die Vorherrschaft in Arandor behalten könne. - Lucius wählt klare Worte, die keinen Zweifel lassen. Sie hallen in Edda nach, er ist überzeugt, dass er die Stadt nicht alleine zurück in die Bahn bekommt, er es aber auch nicht alleine machen muss. - Lord Crimson dreht sich plötzlich zu ihr und fragt, ob sie noch mehr wissen will. - Kaelis öffnet leise die Tür und huscht ohne Geräusche hinein. Weder Hermine noch Vespera haben etwas bemerkt. Er bleibt versteckt und lauscht. - Vespera spricht am Ofen mit Hermine. Sie fragt nach Boldan, einem Krieger, den Hermine in letzter Zeit öfter erwähnt hat. Er stammt aus Rulik und ist gerade noch in Ausbildung. In der Kälte von Rulik braucht es kräftige Männer. Vespera hört zu und genießt die Kekse. Doch nach einigen weiteren Geschichten verabschiedet sie sich. Als sie die Türe öffnet, bemerkt sie direkt, dass jemand das Schloss geknackt hat. - Brannic und Corvin überlegen weiterhin, was das dumpfe Geräusch war. Sie laufen durch den Vorhof des Königsschlosses. Jemand arbeitet an einem mechanischen Konstrukt. Ein Wächtergolem steht daneben. Ein Gnom und ein Mensch, Goldmann, sind in Arbeit versunken. Die zwei Soldaten fragen, was der Lärm um diese Uhrzeit soll. Goldmann sagt, dass sie den Golem erst heute aus den sianischen Landen per Schiff angeliefert haben und deshalb noch zu Werke sind. - Roderick taucht hinter Corvin auf und versucht, ihn zu beruhigen. Er schlägt vor, dass sie den Golem in die Ställe bringen und dort weiter versuchen, ihn zum Laufen zu bringen. Der Gnom, Bilford, berichtet, dass er von der Kurzweyl GmbH geschickt wurde und den Golem entwickelt hat. - Roderick nimmt die zwei noch zur Seite und berichtet, dass der König ihn gefragt hatte, wo Lucius Belmont sei. Er ist überzeugt, dass irgendetwas nicht stimmt, der König scheint das Vertrauen in Lucius zu verlieren. Es scheint, etwas vorgefallen zu sein, Lucius hat einen Termin mit dem König verpasst und war in den letzten Wochen wohl sehr in sich verschlossen. Roderick und Lucius teilen nicht viele Meinungen. - Morgen ist der große Tag, es kommt alles auf diese Nacht an.

S78
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Active Quests

In der Crypta von Lucius mit Aramdir

Aramdir Lichtfels und der Orden des Lichts haben eine wichtige Aufgabe vor sich....

high
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Faction Standings

Enemy Suspicious Neutral Friendly Respectful
Rulik
85%
0% 50% 100%
Iriles
75%
0% 50% 100%
Mardunien
80%
0% 50% 100%
Sianische Lande
70%
0% 50% 100%
Regusanien
85%
0% 50% 100%
Kongdonien
75%
0% 50% 100%
80
Sessions Played
7
Total Quests
5
Active Characters
10.3
Average Level