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Ein Belmont gibt niemals auf

- Amelia, der schwarze Drache, war gerade aus der Foundry ausgebrochen, während der geschwächte Roderick sich mühsam vom Boden auf ein Knie erhob. - Volrak blickte in den Gang hinaus, als sich plötzlich eine gewaltige grüne Hand auf seine Schulter legte und ihn aus seinen Gedanken riss. - Hinter ihm stand Magzul, der Volrak zuletzt nach dem Tod seines Vaters gesehen und seit dessen vermeintlichem Fall im Kampf für tot gehalten hatte. - Die beiden Orks wechselten einige bewegte Worte, während Sinatah versuchte, den völlig entkräfteten Roderick aufzurichten und wieder auf die Beine zu bringen. - Volrak erkannte die Situation, eilte Sinatah zu Hilfe und gemeinsam schafften sie es, Roderick aufzuheben, obwohl dieser kaum selbstständig stehen konnte. - Roval Belmont trat zu seinem Ziehvater, stützte ihn und versuchte mit ihm zu sprechen, doch Roderick fehlte selbst für wenige Worte die Kraft. - Angesichts seines Zustands wurde allen klar, dass sie nicht länger in der Foundry bleiben konnten und Roderick schnellstmöglich an einen sicheren Ort bringen mussten. - Gemeinsam mit Taldrin untersuchte Alvar das Tor der großen Schmiede, doch es war fest verriegelt und ließ sich weder öffnen noch auf gewöhnlichem Wege durchbrechen. - Alvar entwickelte deshalb einen ungewöhnlichen Plan: Volrak sollte ihn direkt auf die Tür werfen, damit er sie noch während seines Fluges gewaltsam öffnen konnte. - Volrak schleuderte den Halbling mit voller Kraft nach vorne, woraufhin Alvar im Flug seinen Ring of the Ram aktivierte und dessen Kraft gegen die Tür richtete. - Die Tür splitterte auseinander und wurde aus ihren Angeln gerissen, während Alvar bäuchlings hindurchrutschte und schließlich auf seinem Hinterteil im angrenzenden Gang landete. - Hinter der Tür entdeckte Alvar einen vollkommen verlassenen Gang zur Gießerei, obwohl der Lärm eigentlich zahlreiche Schattenklingen hätte alarmieren und herbeirufen müssen. - Die unheimliche Leere ließ vermuten, dass während des Kampfes etwas anderes geschehen war, das sämtliche Schattenklingen aus den Gängen rund um die Foundry abgezogen hatte. - Vorsichtig setzte sich die Gruppe in Bewegung, während Roval Belmont und Sinatah den kaum gehfähigen Roderick gemeinsam stützten und durch die verlassenen Gänge trugen. - Magzul und Moronur bildeten die Nachhut, drehten sich immer wieder um und kontrollierten sorgfältig jede Abzweigung auf mögliche Verfolger oder versteckte Gefahren. - Durch ein Kellerfenster beobachteten die Helden schließlich die große Straße zum Osttor, auf der sich ungewöhnlich viele Schattenklingen um einen unbekannten Vorfall versammelt hatten. - Im richtigen Augenblick wurden sie Zeugen einer gewaltigen Explosion: Das Osttor wurde aufgesprengt und zahlreiche dort versammelte Schattenklingen wurden von der Detonation mitgerissen. - Doch die Sprengung glich einem Stich in ein Wespennest, denn die überlebenden Schattenklingen gerieten in Aufruhr und strömten in großer Zahl zusammen. - Da Roderick zu geschwächt und zu wertvoll war, um eine weitere Konfrontation zu riskieren, entschied sich die Gruppe gegen eine Flucht durch die Stadt. - Stattdessen nutzten die Helden erneut das unterirdische Portal, durch das sie Anvil betreten hatten, und kehrten unter die Grabstätte von Lucius Belmont zurück. - Zurück in der unterirdischen Höhle erkannte die Gruppe, dass sie mit dem schwer verletzten Roderick unmöglich durch die engen Felsspalten hinauf zur Krypta gelangen konnte. - Als einzige Hoffnung blieb Tex, dessen mechanische eiserne Wurmschnecke sich durch das Erdreich graben und die gesamte Gruppe direkt aus der Höhle befreien konnte. - Sinatah versuchte sofort, Tex über ihr steinernes Mini-Kommunikationsgerät zu erreichen, doch tief unter der Erde reichten die wenigen Empfangsbalken zunächst nicht für eine Verbindung. - Erst mithilfe ihrer magischen Hand gelang es ihr, das Gerät an einem Höhlenausgang im perfekten Winkel zu platzieren und schließlich Kontakt zu Tex herzustellen. - Tex antwortete auf ihren Hilferuf und machte sich sofort auf den Weg, bis sich seine eiserne Wurmschnecke durch die Erde grub und in die Höhle durchbrach. - Ohne Zeit zu verlieren, verstauten die Helden ihre Ausrüstung und brachten Roderick auf einem der wenigen Sitzplätze im engen Inneren des mechanischen Gefährts unter. - Tex schnallte sich wie ein erfahrener Operator fest in seinen Fahrersitz, aktivierte die Maschine und begann eine rasante Fahrt durch das unterirdische Erdreich. - Roval Belmont wurde quer durch den Passagierraum geschleudert, während auch Alvar vollständig die Kontrolle verlor und durch das Innere der Maschine flog. - Volrak gelang es zwar, den Zwerg aufzufangen, erwischte ihn während der wilden Fahrt jedoch lediglich an seinem Bart und hielt ihn daran fest. - Nach einem kurzen, vollkommen manischen Ritt brach die eiserne Schnecke schließlich durch die Erdoberfläche, wo bereits mehrere bekannte Gesichter auf die Rückkehr der Gruppe warteten. - Marigold, Ahum und Jahave empfingen die Helden und konnten kaum glauben, dass diese tatsächlich Roderick Belmont und außerdem den zweiten Splitter gefunden hatten. - Da Rodericks Zustand weiterhin kritisch war, kümmerte sich Marigold sofort um seine Versorgung, während die übrigen Verbündeten den schnellen Weitertransport der Gruppe vorbereiteten. - Jahave, der Anführer der Tauren Kongdoniens, verwandelte sich in einen mächtigen Elch und spannte sich vor eine Kutsche, in der alle gemeinsam Platz fanden. - Auf direktem Wege zog Jahave die Kutsche zum Basislager nahe Silberfels, wo die Gruppe schließlich wieder vor der noch immer brennenden Stadt Anvil stand. - Im Basislager vor Anvil wurden die Rückkehrer von einem ungläubigen und zugleich besorgten Mando Eichenschild empfangen, der Rodericks erfolgreiche Rettung kaum fassen konnte. - Gemeinsam brachten sie den schwer verletzten Roderick in Mandos Kommandozelt, wo Marigold sofort einen geschützten Platz für seine weitere Versorgung vorbereitete. - Marigold drapierte mehrere Sitzbänke mit weichen Fellen und Leder, sodass Roderick trotz seiner Verletzungen bequem liegen und sich von den Strapazen erholen konnte. - Bereits auf dem Weg zum Kommandozelt bemerkten die Helden, dass es auf dem Zeltplatz ungewöhnlich ruhig war und sich dort nur wenige Menschen aufhielten. - Die Sonne war gerade untergegangen, doch aus einem improvisierten Festzelt erklang Musik, das aus mehreren umgebauten Wagen errichtet worden war und an eine Taverne erinnerte. - Nach den Strapazen verspürten die erschöpften Helden große Lust auf einige Getränke und einen gemeinsamen Abend, bevor sie sich endlich ausruhen und ausschlafen konnten. - Nachdem Roderick versorgt war, bat Roval Belmont alle anderen, das Kommandozelt zu verlassen und ihn für ein persönliches Gespräch mit seinem Ziehvater allein zu lassen. - Zum ersten Mal seit drei Jahren saß Roval dem Mann gegenüber, nach dem er unermüdlich gesucht und für dessen Rettung er niemals aufgegeben hatte. - Obwohl Roderick kaum sprechen konnte, erzählte Roval ihm, wie sehr er ihn vermisst hatte und was ihm während seiner langen Suche widerfahren war. - Er berichtete von seinen neuen Freunden, den bestandenen Gefahren und dem Schwur, der ihn über all die Jahre angetrieben und immer weitergeführt hatte. - Roval gestand seinem Ziehvater, wie schwer die Suche gewesen war, versicherte ihm jedoch, dass er selbst in den dunkelsten Augenblicken niemals aufgegeben hatte. - Roderick brachte nur wenige Worte hervor, doch seine Antwort fasste alles zusammen, was Roval hören musste: Ein Belmont gibt niemals auf. - Mit diesen Worten verließ Roval das Kommandozelt und kehrte zu seinen Gefährten zurück, die bereits voller Vorfreude das improvisierte Festzelt ins Auge gefasst hatten. - Mando versicherte Roval, dass sein Kommandozelt der sicherste Ort des gesamten Lagers sei und Roderick unter seinem persönlichen Schutz nichts geschehen werde. - Die Gefährten gingen gemeinsam zum Festzelt und erreichten zunächst einen der umgebauten Wagen, den die angereisten Bewohner Ruliks für die Feier hergerichtet hatten. - Im Inneren herrschte ausgelassene Stimmung, Musik erfüllte das Zelt und zwischen den Feiernden entdeckten die Helden bereits das eine oder andere bekannte Gesicht. - Bei einer jungen blonden Schankwirtin bestellte die Gruppe zunächst eine vollständige Runde Shots und weitere Getränke, um gemeinsam auf ihre erfolgreiche Rückkehr anzustoßen. - Während einige den Alkohol problemlos vertrugen, zeigte er bei anderen deutlich schneller Wirkung und bereitete damit den Boden für einen ausgelassenen Tavernenabend. - Mit den ersten geleerten Gläsern, erschöpften Helden und zahlreichen bekannten Gesichtern um sie herum begann schließlich die wohlverdiente Nacht im Festzelt. - Die Helden aßen und tranken ausgiebig, unterhielten sich mit den anderen Gästen und entdeckten zwischen den Feiernden immer mehr bekannte Gesichter aus vergangenen Abenteuern. - Unter ihnen befand sich Moltregaar Donnerhuf, der bekannte Taurenkrieger, mit dem sie zuletzt in der Arena von Gurubashi in den zianischen Landen gekämpft hatten. - Moltregaar war von weiteren Taurenkriegern umgeben, die den langen Weg von Kongdonien bis vor die Tore Anvils auf sich genommen hatten. - Im Gespräch erfuhren die Helden, dass sich neben alten Verbündeten auch zahlreiche neue Streiter dem Kampf gegen die Schattenklingen und Malakar angeschlossen hatten. - Volrak wurde dem neuen Kämpfer Licht vorgestellt, mit dem er aus gewaltigen Bechern trank, Geschichten austauschte und zunehmend ausgelassener feierte. - Kurz darauf erschien Noguba Feuerschuppe am Tisch, brachte eine weitere Runde Shots mit und schloss sich überraschend entspannt den Feiernden an. - Der rote Drachengeborene zeigte dabei eine ungewohnt gelassene Seite, scherzte mit den anderen und genoss den Abend fernab der bevorstehenden Kämpfe. - Mit jedem weiteren Getränk wurden die Gespräche lauter und die Schritte unsicherer, bis schließlich besonders Sinatah und Volrak vollkommen betrunken waren. - Gemeinsam verließen sie sturzbetrunken das Festzelt und begannen draußen, über ihre Vergangenheit, ihre Verluste und die ungewisse Zukunft zu sprechen. - Beide wurden zunehmend emotional, brachen schließlich in Tränen aus und weinten sich gegenseitig an, während sie gemeinsam über ihre bisherigen Erlebnisse klagten. - Obwohl der Abend für beide damit vorerst gelaufen schien, bot ihr gegenseitiges, vollkommen betrunkenes Anheulen weiterhin einen gleichermaßen traurigen wie komischen Anblick. - Roval Belmont durchstreifte unterdessen weiter das Festzelt und entdeckte einige Stadtwachen Anvils, die gemeinsam mit den madunischen Soldaten den Abend feierten. - Er erkundigte sich nach Marik, seinem Schmiedemeister, und wollte wissen, ob dieser ebenfalls gerettet worden war und sich irgendwo im Lager aufhielt. - Die betrunkenen Soldaten reagierten zunächst kaum auf seine Frage, bis schließlich einer von ihnen verstand, nach wem Roval eigentlich suchte. - Der Soldat erklärte, dass Marik vermutlich nicht im Festzelt sei, da der Schmiedemeister nicht der Typ für ausgelassene Feiern und große Trinkgelage wäre. - Wenn Roval ihn am nächsten Tag suchen wolle, würde er Marik höchstwahrscheinlich im Schmiedezelt finden, wo dieser wie gewöhnlich seiner Arbeit nachging. - Während Sinatah und Volrak betrunken über den Lagerplatz torkelten, hatte auch Alvar genug vom Fest und verließ allein das laute Zelt. - Unter dem Mondlicht entdeckte er Taldrin etwas abseits der Feier, wo dieser schweigend stand und auf das nächtliche, weiterhin brennende Anvil blickte. - Alvar stellte sich zu ihm und beide betrachteten die brennende Stadt, während sich zwischen ihnen ein ernstes Gespräch über die jüngsten Ereignisse entwickelte. - Taldrin gestand, dass er nach den erlebten Täuschungen nicht mehr wusste, wem er überhaupt noch vertrauen konnte und welche Verbündeten tatsächlich echt waren. - Schließlich hatten Imitatoren in den Gestalten von Varix und Mando die Gruppe getäuscht und sie unter falschen Voraussetzungen in die Krypta gelockt. - Taldrin befürchtete deshalb, dass sich auch im Basislager Verräter oder Gestaltwandler befinden könnten, die unbemerkt gegen die versammelten Verbündeten arbeiteten. - Er nahm sich fest vor, herauszufinden, wer im Lager ein falsches Spiel trieb, bevor die vermeintlichen Verbündeten erneut aus dem Verborgenen zuschlagen konnten.

S84

Die schwarzen Raben

- Die Session begann in der alten Gießerei, als ein schwarzer, junger Drache aus dem Kuppeldach der alten Gießerei hervorbrach und über die weiterhin lichterloh brennende Stadt Anvil hinwegflog. - Auf einem der nahegelegenen Dächer landete der Drache über den Straßen der Stadt und ließ einen gewaltigen Schrei über das brennende Anvil hinweg erschallen. - Mando Eichenschild beobachtete die Szene mit sichtbarer Sorge, bemerkte jedoch zugleich eine ungewöhnliche Veränderung an den purpurnen Flammen, die überall in der Stadt wüteten. - Nachdem der Drache die alte Gießerei verlassen hatte, begannen die violetten Feuer sichtbar zu flackern und schwächer zu werden, ohne dabei vollständig zu erlöschen. - Während Anvil weiterhin brannte, deutete das Nachlassen der purpurnen Flammen erstmals darauf hin, dass die Ereignisse in der Gießerei unmittelbare Auswirkungen auf die Stadt hatten. - Diesmal folgte die Geschichte nicht den üblichen Helden, sondern einer neuen Einsatzgruppe, die bereits seit einiger Zeit gemeinsam an der Front vor Anvil kämpfte. - Die Gruppe bestand aus Draca Succuba, Vinzenzo de la Fuente, Virali Tombstone und Xhandar Zuu, die gemeinsam bereits Erfahrung im Kampf gegen die Schattenklingen gesammelt hatten. - Nachdem sich die Lage verändert hatte, ließ Mando Eichenschild die vier zusammentrommeln, da er keine weitere Zeit verlieren und die Situation schnell neu bewerten wollte. - Mando berichtete ihnen, dass sich bereits ein anderer Einsatztrupp innerhalb Anvils befand und dessen Mission möglicherweise direkt mit den jüngsten Veränderungen in der Stadt zusammenhing. - Draca ließ regelmäßig ihre Raben über Anvil kreisen, um Brände, Bewegungen, mögliche Zugänge und andere strategisch relevante Veränderungen innerhalb der Stadt auszukundschaften. - An diesem Tag verlief die Aufklärung jedoch ungewöhnlich schlecht, sodass Draca aus den wenigen Beobachtungen ihrer Raben nur ein sehr grobes Lagebild zusammensetzen konnte. - Xhandar konnte sich dagegen noch sehr gut an Anvil erinnern und half der Gruppe dabei, aus seinen Ortskenntnissen eine deutlich genauere Karte der Stadt anzufertigen. - Gemeinsam ergänzten sie Xhandars Erinnerungen mit Dracas aktuellen Rabenbeobachtungen und erhielten dadurch ein brauchbares Bild von Zugängen, Stadtteilen und möglichen Bewegungen innerhalb Anvils. - Anschließend führte Pimfin die vier zu Boldan, der bereits damit beschäftigt war, die gesammelten Froststeine für den bevorstehenden Kampf um die Stadt vorzubereiten. - Gemeinsam mit Boldan stellten sich die Helden an verschiedene Ambosse und begannen konzentriert damit, die empfindlichen Froststeine Stück für Stück in ihre benötigte Form zu schlagen. - Die Arbeit verlief erfolgreich, denn alle vier bewiesen ausreichend Kraft und Geschick, sodass schließlich sämtliche vorgesehenen Froststeine ohne größere Zwischenfälle für den Einsatz vorbereitet werden konnten. - Während Boldan die fertigen Froststeine verstauen ließ, gelang es Vinzenzo unbemerkt, einen einzelnen Stein an sich zu nehmen und vor den anderen zu verbergen. - Boldan verlud anschließend die vorbereiteten Froststein-Pakete auf einen Wagen für die Front, während die restlichen Säcke zurück in Richtung Mando Eichenschild getragen wurden. - Im Kontrollzelt wollte die Gruppe ihre rekonstruierte Karte präsentieren, doch Mando verwies trocken auf die bereits vorhandene große Schlachtkarte mit dem aktuellen Frontverlauf. - Gemeinsam berieten sie anschließend, welcher der vier Zugänge Anvils das größte Potenzial bot, wobei der Nordeingang wegen der erneut stark aufflammenden Feuer zunächst ausschied. - Schließlich entschieden sie sich für den unbekannteren Osteingang nahe der Docks und nahmen vier Pferde, die offenbar eine andere Heldengruppe zuvor dort zurückgelassen hatte. - Noch vor dem Aufbruch ließ Vinzenzo eine gefallene Person magisch sprechen, um weitere Informationen über die Verteidigung Anvils und die Organisation der Schattenklingen zu erhalten. - Die Antworten blieben weitgehend vage, verrieten jedoch, dass einzelne Bereiche offenbar jeweils von Verantwortlichen der Schattenklingen kontrolliert und unterschiedlich stark gegen Angreifer abgesichert wurden. - Nach ihrem Ritt zum Osttor erwartete die Gruppe zunächst überraschend wenig Widerstand, denn unmittelbar vor dem verschlossenen Zugang befand sich lediglich eine einzelne Gestalt. - Xhandar und Vinzenzo traten vor und gaben sich gegenüber der Gestalt als Schattenklingen aus, die Draca und Virali angeblich als zwei Gefangene mitführten. - Die Täuschung hielt jedoch nicht lange, denn die Gestalt durchschaute den Bluff schnell und erkannte, dass die vermeintlichen Schattenklingen ihre Zugehörigkeit lediglich vortäuschten. - Draca verlor daraufhin die Geduld, sprintete nach vorne und rutschte in einer schnellen Bewegung direkt an Vinzenzo und der rätselhaften Gestalt vorbei. - Dabei nahm sie Vinzenzo den gestohlenen Froststein ab, befestigte ihn an einem Geschoss und bereitete in einer einzigen fließenden Bewegung ihren Angriff auf das Osttor vor. - Der Froststein schlug am verschlossenen Tor ein und detonierte in einer gewaltigen Explosion aus Eis, Staub und Splittern, die erhebliche Schäden an der Befestigung verursachte. - Als sich Staub und Eisregen langsam legten, stand die rätselhafte Gestalt plötzlich oben auf dem Torbogen und hatte sechs weitere Kreaturen aus dem Boden beschworen. - Vor dem Osttor entbrannte daraufhin ein heftiger Kampf, in dem sich die vier gleichzeitig gegen Höllenhunde, Schattenkultisten und gefährliche Schatten-Rogues behaupten mussten. - Trotz der Vielzahl ihrer Gegner dauerte das Gefecht nicht lange, denn die Black Crows setzten ihre besonderen Fähigkeiten ein und ließen einen Feind nach dem anderen fallen. - Einer der Kultisten entzog sich dem Kampf rechtzeitig, verschwand aus dem unmittelbaren Geschehen und ergriff die Flucht, während seine zurückgebliebenen Verbündeten vollständig besiegt wurden. - Nachdem der letzte Gegner gefallen war, stellte sich Vinzenzo vor das beschädigte Osttor und richtete einen mächtigen Disintegrate-Zauber auf die verbliebenen Teile der Befestigung. - Der gleißende Strahl zerfetzte das Osttor vollständig, schleuderte Eisen, Holz und Trümmer durch die Luft und riss die massive Tür aus ihren Angeln. - Mit gewaltiger Wucht flog die herausgerissene Tür rund vierzig Meter tief nach Anvil hinein und räumte dabei alles aus dem Weg, was hinter ihr stand. - Damit hatten die vier den Osteingang tatsächlich vollständig geöffnet, doch die spektakuläre Zerstörung sorgte zugleich dafür, dass sich plötzlich sämtliche Aufmerksamkeit innerhalb Anvils auf sie richtete. - Die Gestalt auf dem Torbogen blickte auf die Gruppe hinab, grinste leicht und setzte die gesamte Party mit einem einzigen Fingerschnipsen augenblicklich außer Gefecht. - Ohne eine Möglichkeit, sich gegen diesen Effekt zu wehren, blieben Draca, Vinzenzo, Virali und Xhandar bewegungslos zurück und ihre Mission endete vorerst im Stun. - Damit endete die Session der selbsternannten **Black Crows**, die innerhalb kürzester Zeit das Osttor Anvils geöffnet und damit einen neuen Zugang zur brennenden Stadt geschaffen hatten.

S83

Kettensprenger

- Amelia faucht in Richtung Belmont. Malakar wird weiterhin magisch gehalten. Sinatahs roter Schild glimmert vor ihr und hält die Attacke des Drachens ab. - Moronur und Alvar werden von der Kraft gegen die Wand geschleudert und gehen zu Boden. Amelia lacht über die vermeintlichen Schwächlinge. Mit kräftigem Flügelschlag erhebt sie sich langsam in die Luft. - Belmont nutzt den kurzen Moment und trifft sie mit einem Hieb seines Schwerts am Flügel. Ein schmerzvoller Schrei entweicht ihr, doch ihr Säureblut trifft Belmont. Er kann sie nicht am Boden halten. - Der Drache sammelt Energie, die sich vor ihrem Maul sammelt und zu einer blitzenden Kugel wird. Die Sphäre bewegt sich langsam und bedrohlich durch den Raum. Sie ruft „es wird euch noch leid tun, dass ihr uns hier gestört habt!“ - Ein roter Blitz strömt durch das magische Band von Sinatah zu Amelia. Eine Eissturm wirbelt um den Drachen. - Belmont läuft zu Alvar und hilft ihm auf. Er blickt auf die Sphäre, die gerade über ihm entlang fliegt und wirft einen Speer auf den Drachen. Er verhakt sich in einem Glied der Kette mit dem Amulett und bleibt dort, im Hals von Amelia, stecken. Ein zweiter Speer trifft ihr Bein. Er versucht, mit einem Sprung danach zu greifen, um wieder in ihre Nähe zu kommen. Doch der Eissturm trifft ihn und wirft ihn zurück. - Die Sphäre bleibt über Malakar stehen und beginnt zu pulsieren. Alvar schimpft mit neuer Kraft und beschwört einen Feuerball, der auf Amelia zufliegt, allerdings auch Belmonts Augenbrauen leicht ansengt. Der Ball trifft voll, und sie zuckt das erste Mal merklich zusammen. - Alvar heilt Moronur aus der Ferne, der sich langsam erhebt. Er sieht die Überreste des Feuerballs und greift die letzte Perle an seiner Kette, die sich in seiner Hand entzündet. Ein weiterer Feuerball fliegt auf Amelia und trifft sie am Ursprung ihrer Flügel. Sie wird von der Schockwelle Richtung Boden gedrückt, kann sich aber halten. Moronur sammelt sich, springt nach unten und macht sich bereit zum Angriff. - Ein Puls geht von der blitzenden Sphäre aus, Sinatah kann die Welle abermals abhalten. Die Sphäre verschwindet und der Schemen von Malakar schwebt auf den Boden. Er scheint nicht mehr gehalten zu werden. - Volrak greift seinen Speer und will gemeinsam mit den anderen Speeren eine Leiter an Amelia schaffen. Seine Wurfbewegung ist aber zu ungenau, sodass er in der Mauer an der anderen Raumseite stecken bleibt. - Er wirft eine kleine Axt hinterher, die Amelia am Hals trifft und verletzt. - Das Amulett an ihrem Hals beginnt zu leuchten. Malakar tritt einen Schritt nach vorne und erhebt seine Hand. „Da ist es, das Blut deines Vaters“. Ihre Schuppen beginnen zu kochen und eine Welle nekrotischer Energie strömt durch den Raum. Sie ruft zurück, dass es ihr Blut sei, nicht das ihres Vaters. - Ein Säurestrahl bricht aus ihr heraus und fliegt Richtung Sinatah. Mit all ihrer Kraft und dem Gedanken an die Bindung der Familie beschwört sie einen hellroten Rubinschild. Im letzten Moment wird die Säure abgelenkt. Amelia ist verärgert, dass sie abermals den alten Mann nicht treffen konnte. - Ein Schwung ihrer Flügel wirft Belmont bewusstlos zu Boden. Sie landet neben ihm und dreht sich zu Volrak, dem sie ihre Klaue entgegen schlägt. Sie greift ihn und erhebt sich wieder. - Sinatah zieht Roderick in eine Ecke, in Sicherheit vor Amelias Angriffen. Mit magischen Tentakeln versucht sie noch, den Schemen von Malakar zu verbannen. Doch sie scheinen ins Leere zu greifen. - Mit unerklärlicher Kraft erhebt sich Alvar aus seiner Bewusstlosigkeit, das Feuer Malak‘bels in seinen Augen. Er hebt den Ring of the Ram nach oben und schickt den magischen Widder Richtung Decke des Raums. Ein Loch entsteht in der Kuppel, sie bleibt jedoch vorerst stabil. - Moronur zieht eine kleine Phiole aus seiner Tasche, in der er den tödlichen Nebel vor der magischen Tür nach eingefangen hat. Er trifft Amelia aber nur am Bauch, sodass der Nebel sie nur leicht streift, dann aber Richtung Boden herunterzieht. Die Phiole zerberstet am Boden und der Rest des Nebels breitet sich in einer Lache unter ihr aus. - Moronur rennt an der Wand entlang, springt zur Seite und greift den Speer an Amelias Bein. Er schwingt sich zum nächsten Speer an der Kette, schlägt auf sie ein um sie zu schwächen und versucht, die Kette abzuhebeln. Die Kraft reicht nicht ganz, aber er kann sich zumindest daran festhalten. - Volrak windet sich in der Klaue von Amelia und schlägt wild mit seiner Gleve auf sie ein. Er schafft es, die Klaue zu öffnen und befreit sich aus ihrem Griff. Er schwingt sich nach oben und hält sich neben Moronur am selben Speer. Ein weiterer Schlag geht in die Kerbe an der Kette, die Moronur gerade geschaffen hat. Mit seiner letzten Kraft sprengt er das geschmiedete Metall, die Spitze seiner Waffe bleibt im Hals des Drachens stecken. Mit einem Schrei von Amelia versucht sie, die zwei Orks abzuwerfen. Der Speer bricht, beide fallen herab, landen aber grazil auf ihren Beinen - glücklicherweise neben dem wabernden Nebel. - Amelia wirkt geschwächt, eine Verbindung scheint zerbrochen zu sein. Während sie versucht, sich zu orientieren, nimmt Volrak das Amulett auf. - Amelia schaut wütend zu Malakar und fragt ihn, was er mit ihr getan hat. Er schaut zu ihr und versucht sie zu überzeugen, dass das Amulett zu ihrem Blut, ihrer Herkunft gehöre. Er macht einige Schritte auf sie zu und schwebt durch Alvar hindurch. Langsam schwebt er nach oben vor Amelia und schaut ihr ins Gesicht. Er beschimpft sie als schwaches, undankbares Tier. Amelia speit Säure auf Malakar, dessen Schemen damit verschwindet. Seine letzten Worte: „Auch du wirst zu ihm zurück kriechen - alle seine Kinder kommen zurück“. - Sinatah bedankt sich bei Amelia in ihrer Sprache, dass sie Malakar zum Schweigen gebracht hat. Der Drache fragt, wofür wir hier sind. Sie scheint nicht auf der Seite Malakars zu stehen und gratuliert uns zu unserem Mut. Jedoch gehöre das Amulett ihr, und sie kann uns nicht einfach gehen lassen. Wie könne sie uns vertrauen, dass wir noble Pläne mit den Splittern haben? Sie bittet uns darum, dass wir ihr einen Gefallen schuldig bleiben. Sinatah stimmt zu, und eine uralte Macht durchdringt sie. Ein Band verbindet sie mit dem schwarzen Drachen. - Sie kündigt an, dass wir uns bald wiedersehen werden. Außerdem müsse sie Roderick mitnehmen. Sie steigt über Alvar hinweg und bleibt vor Sinatah stehen. - In dem Moment wacht Belmont auf und erhebt sich. Er erblickt den Drachen im Durchgang und hört, dass sich Sinatah und Amelia auf Drakonisch unterhalten. Eine furchterregende Aura legt sich um Belmont - er gibt Amelia eine letzte Chance, sich zu verbünden, zu fliehen, oder zu sterben. Sie dreht sich um, schaut zu ihm und schaut zurück zu Sinatah. - Im Hintergrund erhebt sich Roderick auf seine Knie. Amelia stimmt zu, dass es besser sei, wenn sie geht und fliegt durch das Loch in der Kuppel hinaus und entfernt sich in den Nachthimmel.

S82
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Active Quests

Der smaragdgrüne Splitter

Einer handelt mit allem, auch mit Seelen. Einst Freund, nun Diener der Gier. Wer...

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Der bernsteinfarbene Splitter

Ein anderer, aus Blut geboren, doch aus Schatten genährt. Im schwarzen Gestein g...

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Der blutrote Splitter

Ein dritter musste gehen und suchte Ruhe im steinernen Schoß seiner Ahnen. Dort ...

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Der azurblaue Splitter

Der Letzte liegt vor euch begraben, doch was er hielt, verbarg er, ehe er fiel. ...

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Faction Standings

Enemy Suspicious Neutral Friendly Respectful
Rulik
85%
0% 50% 100%
Iriles
75%
0% 50% 100%
Mardunien
80%
0% 50% 100%
Sianische Lande
70%
0% 50% 100%
Regusanien
85%
0% 50% 100%
Kongdonien
75%
0% 50% 100%
84
Sessions Played
11
Total Quests
5
Active Characters
10.4
Average Level