Campaign Progress
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Schlachtplan
- Am späten Nachmittag sitzt Moronur am Feuer auf dem Zeltplatz. Blitze aus der Sicht von Kaelis durchfahren ihn, in denen Tirael Crimson den Ring von den Fingern zieht und das Leben wie ein Schalter erlischt. Was bedeutet dieser Ring nun an ihm? - Volrak läuft über das Gras, die Scham hält ihn davon ab, zu Nemek zurück zu gehen, um seine Gleve zu holen. Die Begegnung mit Magzul hängt ihm nach und bringt in zurück an seine Niederlage gegen Torak Erdfall. - Ein Halbling hält ihn an, als er an einem der Verwaltungszelte vorbei läuft, und fragt ihn, ob er nicht etwas vergessen hat. Er habe seit 12 Tagen seinen Lohn nicht abgeholt. Volraks Miene erhellt sich, ein Grinsen legt sich auf sein Gesicht und er wuschelt dem Halbling die Haare. Ein Säckchen Münzen landet in seiner Hand, woraufhin sich Volrak bedankt. Er fragt, ob ihm ein Ork aufgefallen ist, der auch aus seinem Stamm - Dargash - stammt. Doch der Halbling kennt Magzul nicht und ist sich unsicher, er könnte aber bei Mando sein. - Volrak fühlt sich unbewusst Richtung Kommandozelt gezogen. Zwei Wachen stehen davor. Er grüßt und fragt nach Magzul. Sein Ton ist so einschüchternd, dass die Rüstungen beider Wachen klappern, als sie zurück weichen. Doch Magzul sei im Gespräch mit Mando und kann nicht gestört werden. - Er wirft noch einen Blick in das Zelt und sieht die Rückseite einer Frau mit roten langen Haaren. Volrak läuft Richtung Schmiedezelt. - Alvar läuft argwöhnisch über den Zeltplatz. Er sucht die Verräter, den falschen Mando und Varix, die uns zum Grab von Lucius Belmont gebracht hatten. Vielleicht hilft ein Gespräch mit dem echten Mando. - Alvar sieht Jona Eichblatt, der Unmengen Bücher aus einem Wagen hievt. Einige Meter weiter gießt Ahum sich einen Tee ein, während er sich mit einem Menschen austauscht. Drei der Tauren vom Vorabend stehen im Kreis, Biere in der Hand. Er tritt zu den dreien und fordert sie auf, ihn zu Mando zu bringen. Sie sind skeptisch, aber als Alvar Ex Arena und Moltregaar erwähnt, werden sie hellhörig. Um zu beweisen, dass er Teil von Ex Arena ist, fordert er den Tauren zum Armdrücken heraus. - Die Hände greifen auf einer Kiste ineinander. Der Taure ist stärker, doch Alvar hält dagegen. Der kleine Kleriker beschwört ein magisches Licht in seine Hand. Es strahlt aus dem Griff und wird heißer und heißer. Als er kaum mehr darauf schauen kann, tippt ihm Moltregaar von hinten auf die Schulter und fragt, ob es nicht reicht. Alvar lässt los und greift seine Hand. Die Tauren sind beeindruckt, die unerwartete Kraft spricht wohl ebenso für Ex Arena wie die Bekanntschaft mit Moltregaar. - Der große Kämpfer ist auf dem Weg zu Mando und lädt Alvar ein, mitzukommen. Auf dem Weg läuft Volrak an ihnen vorbei, auf dem Weg zu Nemek, dem Schmied. Beim Betreten der Schmiede schaut er sich um und sucht seine Gleve. Ein Fetzen der Glut fliegt durch die Luft und fängt seinen Blick. Er ist sich absolut sicher, dass die Glut ein Feenwesen aus einer anderen Welt sein muss. - Sinatah sitzt nach dem intensiven Gespräch mit Belmont noch alleine am See. Sie denkt an ihren Bruder. Aus Hoffnung wurde Sicherheit, dass er noch am Leben ist. Wusste ihr Patron davon? Warum hat „Sie“ nie von ihm erzählt? Sie starrt auf den Kristall an ihrer Hand. Ein Knistern hinter ihr holt sie zurück aus ihren Gedanken. Der Zeltplatz wirkt leer, niemand sitzt mehr am Feuer. Mit einem letzten Blick auf den See erhebt sie sich und läuft Richtung Kommandozelt. - Belmont brauchte nach dem Gespräch ebenfalls etwas Ruhe, um seine Gedanken zu sortieren. Er weiß, wer nun seine Hilfe braucht. Als er das Krankenzelt betritt, fällt ihm auf, wie sich die Helfenden um die Kranken und Verletzten kümmern. Sein Vater liegt auf einem der Betten. Sein Gesicht hat wieder mehr Farbe, er atmet ruhig. Die zotteligen Haare und der Bart wurden ihm geschnitten, sodass er nun deutlich ähnlicher zu dem Roderick aussieht, der in Rovals Erinnerung ist. - Roderick richtet sich auf und begrüßt seinen Sohn. Er sieht den Goldschild auf dem Rücken von Roval und fragt, wie er sich anfühlt. Dieser spürt den schweren Schild, nimmt ihn ab und reicht ihn seinem Vater. Rodericks Hand passt wie angegossen in die Lederriemen des Schildes, den er mehr als sein halbes Leben lang getragen hatte. Der Tag wird kommen, an dem Roval den Schild tragen wird. - Roval berichtet von der Falle, dem falschen Mando, der uns in das Grab gelockt hatte. Roderick möchte mit zu Mando und bittet um seinen Mantel. Roval hofft, dass ihm die Platte von Anduin auffällt. Er hat sie gesehen, aber nicht erkannt. Er sieht ebenso, dass kein Schwert daran befestigt ist. Bei Nemek soll es jedoch in guten Händen sein. - Überrascht fragt er, wie Belmont an die Platte von Anduin gekommen ist. Er erzählt kurz davon, wie weit wir auf der Reise gekommen sind. Als Roderick vor ihm aufrecht läuft, erinnert sich Roval an eine Zeit, als in Anvil alles in Ordnung war. - Die beiden laufen an Moronur vorbei, der sich anschließt. Nach kurzer Begrüßung schmeichelt er Roderick, was diesem eher unangenehm ist. Er fragt Moronur kurz nach seiner Herkunft, da er kein Siegel trägt. Moronur berichtet, dass er früh von seiner Mutter getrennt wurde und sein Vater kein Ork war. Roderick nickt verständnisvoll. Auf dem Pfad schließt sich Sinatah ebenso an. - Als das Glutkorn in der Luft aufhört zu glimmen, kommt Volrak zurück in die Realität. Er fragt Nemek, ob dieser Feen beschäftigt. Glücklicherweise kann der ihn aber nicht hören. Volrak sucht die Aufmerksamkeit, aber bekommt sie nicht. Er schaut sich weiter um. Der Rhythmus der Hammerschläge bricht plötzlich ab. Nemek nimmt seine Schutzbrille ab und fragt Volrak, was er möchte. Die Gleve hängt direkt vor Volrak, der sie dankend nimmt. Mit Gruß an die Fee verabschiedet er sich und sieht noch eine Waffe, die in einem schwarzen, seidenen Tuch eingeschlagen ist. Nemek schüttelt verwundert den Kopf, als der große Ork das Zelt verlässt. - Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, einige Fackeln erleuchten den Zeltplatz. - Das Gespräch im Kommandozelt scheint immer noch in Gange zu sein, deutlich länger als die Wachen angekündigt hatten. Er ärgert sich, dass er den ganzen Tag gedankenlos verbracht hat. Eigentlich suchte er doch das Gespräch mit Magzul. Als er auf das Zelt zu läuft, sieht er Sinatah, Moronur und Roval, angeführt von Roderick Belmont. - Alvar sieht den wütenden Volrak, wie er auf das Zelt zustampft. Mit einem Ellenbogen Richtung Moltregaar macht er ihn darauf aufmerksam. Die Wachen wirken etwas unsicher und greifen ihre Waffen fester. - Roval Belmont entfernt sich und sucht den Jungen, dem er am Tag zuvor von der Rückkehr von Roderick erzählt hatte. Nach etwas Suche findet er das passende Zelt. Phineas sitzt darin. Er reicht ihm ein Kartendeck mit dem Siegel der Belmonts und bittet den Jungen darum, alle erweiterten Offiziere zusammen zu trommeln und zum Kommandozelt zu bringen. - Kurz bevor Volrak die Wachen anschreit, klopft ihm Moltregaar auf die Schulter. Er fragt den Ork, was sein Problem ist. Volrak berichtet von seinem Frust auf der Suche nach Magzul. Moltregaar bietet an, gemeinsam hinein zu gehen, was Volraks Ärger etwas dämpft. - Bevor sie das Zelt betreten, hält Roval Sinatah und Moronur kurz zurück. Er bittet sie, ihm zu vertrauen und bei seinem Zeichen gleich den Eingang des Zeltes zu versperren. - Im Zelt diskutieren Mando, Jahave und Marigold sowie die rothaarige Frau in einer Runde. Vor der Karte des Schlachtfelds steht Magzul, der sich wohl dem Gespräch entzogen hat. Mando versucht, das Gespräch immer wieder an sich zu reißen und seine Vorstellungen durchzusetzen. Jahave scheint gegensätzliche Vorstellungen zu haben. Insbesondere im Risiko für die Kämpfenden sind sich beide uneinig. - Sinatah spürt die Schritte eines großen Kriegers am anderen Ende des Pfades zum Zelt. Boldan ist auf dem Weg. - Die angespannte Lage im Zelt ist für alle spürbar. Mando ist insbesondere enttäuscht davon, dass niemand aus Kongdonien dem Ruf aus Anvil gefolgt ist. Fandalar scheint sich tatsächlich zu entziehen. - Griselda Copperpot aus Leilon, die Frau mit den roten Haaren, schlägt auf den Tisch. Sie kann das nicht stehen lassen, immerhin ist sie mit einigen Soldaten aus Kongdonien angereist. Mando, der zwar den Kommandanten darstellt, aber nicht der König ist, insbesondere nicht von der ganzen Welt. Der König scheint hingegen abwesend zu sein. - Mando möchte die Zitadelle isolieren, auch auf Kosten von Kollateralschäden. Marigold möchte keine zivilen Opfer verantworten. Jahave will mit voller Kraft die Stadt stürmen, mit so wenig verlorener Zeit wie möglich. Magzul möchte beobachten und Lücken zu nutzen. - Roderick tritt an den Tisch, schaut Mando ins Gesicht und sagt ihm, dass er scheinbar die Kontrolle verloren hat. In dem Moment betritt Boldan das Zelt, tritt an den Tisch und fragt die Runde, was sie hier machen. - Roval gibt das Zeichen, Sinatah und Moronur stellen sich vor den Zelteingang. Roval bittet um Ruhe und das Vertrauen der Runde. Er dreht die Karte der Stadt und beginnt einen Zauber zu wirken. Die Zunge der Wahrheit, den Spruch der Familie Belmont. Die Offiziere wurden unterwandert, und es gilt die Verräter ans Licht zu bringen. In dieser Zone wird die Wahrheit gesprochen. Doch nicht alle im Zelt geben sich diesem Spruch hin. Einige widersetzen sich, doch Belmont erkennt sie nicht direkt. - Roderick, Marigold und Mando fühlen sich unwohl, wehren sich aber nicht. Magzul, Jahave und Griselda, sowie einige andere, die nicht aus Madunien stammen, versuchen sich zu wehren. - Moltregaar, Boldan, Griselda, Volrak und Alvar scheitern dabei. Magzul und Jahave hingegen widersetzen sich. Auch außerhalb des Zeltes widerstehen Personen dem Zauber. - Als Zeichen des guten Willens wird Ex Arena die Befragung beginnen. Roval fragt alle, ob sie Verbündete oder Verräter an Anvil sind. Als er zu Jahave und Magzul kommt, verkündet er, dass sich beide widersetzt haben, fragt sie aber dennoch. Jahave ist bereit, die Stadt zu beschützen, sofern es auf die richtige Art und Weise gemacht wird. Er ist zutiefst verärgert über die Anmaßung von Belmont, die Hilfe von Jahave in Frage zu stellen. - Als Belmont Magzul als „alten Freund“ anspricht, hört Volrak verwundert zu. Die Verbindung war ihm bisher nicht bekannt. Magzuls konzentrierter Blick durchbohrt Roval und überträgt ein Gefühl der Vertrautheit. - Nach der Befragung betont Belmont nochmals, dass gestaltwandelnde Verräter unter uns sind und er nicht zulassen wird, dass diese die Zukunft Anvils gefährden werden. Er hofft, dass alle im Zelt damit Freunde Anvils sind, auch wenn ihr Vertrauen in ihn gerade verletzt werden konnte. Magzul pflichtet ihm bei und will systematisch nach den Verrätern suchen. Die Offiziere sollen ihre eigenen Leute befragen, um Verdächtige aufzuspüren. - Mando tritt an die Karte heran und zeigt auf das Osttor. Nach den Aktivitäten der Raben ist dort die instabilste Stelle. Dort kann der Zugang passieren, um die Stadt zu betreten. Jedoch kann ein Angriff dort auch die Zivilisten gefährden. - Magzul möchte einen nichtdestruktiven Weg durch das Nordtor finden. - Marigold ist überzeugt davon, dass am Westtor noch Zivilisten gerettet werden können. - Jahave ist der Zugang egal, er könnte durch jedes Tor stürmen. - Boldan präferiert einen südlichen Zugang, weil er vermutet, dass die Schattenklingen den Seeweg nicht blockieren können. - Doch was denkt Ex Arena? Bei der Überlegung strategischer Zugänge rutscht Alvar eine Frage nach den Splittern der Macht heraus. Griselda und Boldan stellen ihn zur Rede. Er versucht sich mit Hilfe von Roval herauszureden, doch Boldan bleibt standhaft. - Sinatah blickt zu Belmont und reicht den Brief aus dem Stolz von Vataban an Mando. Als sie die Rolle übergeben will, erscheint aus blauem Rauch Runara und greift die Rolle. Sie bittet um Verständnis für den Weg und die Opfer von Ex Arena und appelliert an Mando, dass Kriegstreiberei alleine nicht reichen wird. Nur der Verlust des Schutzzaubers hat es überhaupt ermöglicht, dass die Schattenklingen in die Stadt gedrungen sind. Gewalt alleine reicht nicht, um sie wieder herauszutreiben. - Sie blickt zu Moronur und stellt klar, dass diese Abenteurer quasi nebenbei die Grundlage für die Rettung der Stadt gefunden haben. In dem Moment zuckt Moronur beim Gedanken an die Splitter zusammen. Belmont spürt eine Präsenz außerhalb des Zeltes, die untot wirkt. Bevor Runara ihre Hand zu Moronur hebt, erschafft Sinatah eine Illusion der zwei Splitter über der Karte von Anvil. - Runara ergänzt Illusionen der zwei anderen Steine, um das Bild zu vervollständigen. Onos habe sein ganzes Leben lang nach den Steinen gesucht und sie versteckt. Sie erzählt auch von einem Wesen, das einen Schlüssel darstellt. Ein Wesen, das nur von denen gesehen werden kann, die von ihm wissen. Alvar wird bewusst, dass nur er Tulanir beim Angeln wahrgenommen hatte. - Nur mit den Steinen und Zugang zur Stadt kann die Befreiung gelingen. - Volrak schlägt vor, am beschädigten Osttor einen Ablenkungsangriff zu starten, um mit einer kleinen Truppe am Nordtor unbemerkt die Stadt zu betreten. Mando und Jahave verständigen sich auf einen gemeinsamen Angriff, Seite an Seite. - Runara vermutet, dass wir uns nur um einen der zwei Splitter kümmern können. Für mehr wird die Zeit der Ablenkung nicht reichen. Es liegt nahe, den Splitter zu suchen, der an der Schwelle zur brennenden Bastion auf uns warten wird. Runara betont, dass wir weiterhin Acht geben müssen. Nichts, was wir hier besprechen, darf das Zelt verlassen. Sie wird Aidron zum Nordtor schicken, um uns zu helfen.
Das Licht des neuen Tages
- Alvar sitzt am frühen Morgen an einem Weiher und angelt. Der wenige Schlaf scheint ihm dennoch gereicht zu haben. Gekonnt wirft er die Angel aus, mit etwas Brot versehen. Das stille Wasser wirft leichte Kreise, als das Ende aufkommt. - Seine Erinnerung an den letzten Abend ist klar. Vor dem Zelt hat sie noch Doroba mit Sinatah wahrgenommen, melancholisch im Gespräch vertieft. - Alvars Träume drehten sich darum, dass er nun wieder am Startpunkt seiner aktuellen Abenteuer steht. Er denkt an seinen Vater - die Suche nach ihm war in letzter Zeit unterbrochen. Und dabei war er damals schon so nah. Nun ist nicht mal klar, was die nächsten Wochen bringen. - Die Fische scheinen noch zu schlafen, die glatte Wasseroberfläche treibt den Schwimmer der Angel hin und her. Hier und da treten kleine Bläschen an die Oberfläche. Ein Strahl der Sonne trifft seine Stirn und wärmt. Er spürt seine Verbindung zu Malak‘bel, die Ruhe tut ihm gut. - Das Geräusch einer weiteren Angel holt ihn aus den Gedanken. Er sieht etwas entfernt Tulanir sitzen, der seine Angel ausgeworfen hat. Alvar wundert sich, dass er ohne Bewachung unterwegs ist, doch Tulanir hat sich noch nie aufhalten lassen. Er nimmt seine Angel und setzt sich neben den jungen Oger. - Volrak hat eine deutlich anstrengendere Nacht hinter sich, als er erwacht. Der Kopf brummt, doch seine Erinnerungen scheinen noch da zu sein. Das Zelt ist zu klein, sodass seine Füße nach draußen ragen. Sein Zeh ist glücklicherweise auch noch fest verbunden. - Die Sonne strahlt ihm ins Gesicht, was seine Schmerzen nicht besser macht. Er grunzt angestrengt, als er sich erhebt. Es ist noch wenig los im Lager, während er versucht, sich einen Überblick zu verschaffen. - Er hört einen Schlag auf Metall. Rauch steigt von einem Zelt nach oben. Die Arbeit scheint mit dem Sonnenaufgang begonnen zu haben. Der Schmied, den Volrak in der Nacht noch gesucht hatte, scheint schon fleißig zu sein. - Moronur sitzt in der Hocke in seinem Zelt. In seiner rechten Hand hält er den blutroten Splitter, den er frisch ergattert hat. Das Licht bricht sich darin und er überlegt, ob die Macht der Splitter ihm bei seinem Problem mit Tirael Crimsons Ring helfen könnte. - Es scheint, als ob irgend etwas im Stein ist - jedoch kann er es kaum erfassen, je nach Winkel bricht es sich anders. Ab und zu scheint das Licht andere Wege zu nehmen. - Er nimmt den anderen Stein heraus und sieht darin ein ähnliches Phänomen, jedoch in einem anderen Winkel. Er nimmt einen Diamanten heraus, doch dieser scheint ein nachvollziehbareres Glitzern zu haben, ungleich der Splitter. - Sinatah wacht auf und stellt fest, dass sie nicht alleine ist. Ein roter Drachengeborener liegt zusammengerollt neben ihr. Sie stellt beruhigt fest, dass sie beide noch bekleidet sind. Um sie herum ist das Zelt voll von Notizen, Schriftrollen und anderen Aufschrieben. - Sie schaut auf einen Zettel. Es sind Aufzeichnungen, die sie scheinbar in der letzten Nacht noch durchgegangen sind. Ihre Augen brennen vom Heulkrampf der letzten Nacht. Doch nachdem die letzten Tränen getrocknet waren, hat sie mit Doroba einige Gedanken zusammengefügt. Er hat ihr die ersten Grundkonzepte ihrer neuen Fähigkeiten erklärt. - Während sie weiter liest, bemerkt sie, dass auch sehr persönliche Aufzeichnungen von Doroba darunter sind. Erschrocken legt sie die Blätter wieder zurück, der Respekt vor ihm ist stärker als die Neugierde. - Roval Belmont hat nicht viel geschlafen. Mit einer Decke um sich hatte er seinen Blick fest auf das Kommandozelt gerichtet, in dem sein Vater untergebracht ist. Trotz der Schwierigkeiten und ungeplanter Hindernisse haben die letzten Tage viele Erfolge gebracht. - Nach der morgendlichen Rüstungspflege läuft er über den Platz. In der Ferne sammelt Marigold Brightshine Kräuter am Waldrand. Aus einigen Zelten schnarcht es noch, doch immer mehr öffnen sich. Die Sonne steigt über die Gipfel der Gebirge Richtung Rulik und erhellt nun den gesamten Zeltplatz. - Die Sonne scheint allen neue Kraft zu spenden. - Belmont hört die Hammerschläge auf Metall ebenso und läuft Richtung Schmiedezelt. Der Weg ist genau der Weg, der damals auch schon aus Silberfels herausgeführt hat, als sie zur Rettung eines Mädchens aufgebrochen sind. Doch mit dem Lager wirkt alles anders. Jeder Hammerschlag bringt ein Bild der seitdem vergangenen Zeit in seinen Kopf. Sein Schwert wird präsenter, es hat ihn durch vieles begleitet. Der Hammerschlag ist ein beruhigender Klang für ihn. - Nemek, der Schmied, hat schon einige Lanzen vorbereitet, doch es ist noch eine Menge Arbeit vor ihm. Belmont versteckt sein Gesicht, zieht sein Schwert und fragt den Schmied, ob er diese Kerbe aus der Klinge bekommt, während er Bloodeater zieht. Nemek schaut nicht zu ihm auf, seine Maskerade scheint zu funktionieren. Das Geräusch des gezogenen Schwerts lässt ihn innehalten. Der Hammer rutscht durch seine Hand und bleibt auf seiner Handfläche liegen, während er den Arm senkt. - Der alte Schmied ist etwa 70 Jahre alt, die starke Muskulatur ist bedeckt von sonnengegerbter Haut. Er wirkt deutlich fitter als viele andere seines Alters. - Er erkennt das Schwert nach einem Blick auf den glänzenden Stahl. Es sei lebendig. Er umgreift die leicht rötlich schimmernde Klinge. Das sonst so blutrünstige Schwert scheint sich nicht zu trauen, diese Hände zu verletzen. - Nemek fragt Belmont, ob er die Legende vom Schwertvater kennt - ein Großmeister der Schmiedekunst, als einziger in der Lage, lebendigen Stahl zu schaffen und zu formen. Er spürt diese Energie aus der Klinge, die er in seinen Händen hält. - Belmont nimmt seinen Umhang vom Gesicht. Nemek nimmt das Schwert zur Seite und nimmt Belmont in eine feste Umarmung. Roval bemerkt, dass das Alter seinen alten Meister langsam einholt. Die Zeit schreitet stetig voran. - Nemek hat erfreut von der Rückkehr von Roderick Belmont gehört und fragt, ob er wohlauf sei. Belmont beschreibt die Stärke seines Vaters, jedoch auch dass er aktuell Ruhe braucht. Roval verspricht, dass sie nicht aufgeben werden, bis Anvil wieder in den rechtmäßigen Händen liegt und die verlorenen Gefährten alle gefunden sind. - Volrak tritt zur Schmiede heran und begrüßt Belmont. Ehrfürchtig spricht er auch Nemek an. Belmont stellt die beiden vor, er beschreibt den Ork als großen Krieger und mindestens genau so großen Trinker. Mit seiner großen Hand umschließt er die knöchrige Hand des alten Schmiedes. Dieser erinnert sich an den explosiven Flug von Volrak durch das Lager und Marigolds erste Hilfe. - Der große Ork-Krieger nimmt die Kette des Drachens ab und fragt den Schmied, ob er daraus auch etwas anderes schaffen könnte. - Moronur hat lange Zeit auf die Splitter gestarrt, doch seine Fähigkeiten werden nicht reichen, um die Kraft der Steine zu nutzen. Vielleicht weiß einer seiner Gefährten mehr. - Als er aus seinem Zelt schaut, erblickt er Doroba, der seinen Kreislauf mit den Sonnenstrahlen in Schwung bringt. Moronur ruft ihm einen guten Morgen zu und tritt zu ihm heran. Mit einem Auge schaut er zu ihm, die Nacht ist ihm ins Gesicht geschrieben. - Moronur fragt, ob er Sinatah gesehen hat. Er winkt ihn herein. Sie ist gerade am Sortieren der Notizen, als er herein tritt. Moronur fragt sie kurz nach ihrer Hand und vergleicht die Farbe des roten Splitters mit ihrem rubinroten Kristall. Nachdem die Farben abweichen, scheint er beruhigt zu sein. Er zeigt ihn ihr näher und hält ihn gegen das hereinströmende Licht. Es ist das erste Mal, dass Sinatah den Splitter in Ruhe betrachten kann. Die enorme arkane Energie überwältigt sie fast. Dieser Stein enthält enorme Macht. - Alvar nimmt ein fernes Funkeln wahr, als er den letzten Fang des Morgens aus dem Wasser holt. Mit 5 Fischen war es ein erfolgreiches Vorhaben. Mit Tulanir hat er nicht wirklich gesprochen. Sie haben die Ruhe gemeinsam genießen können. Der Oger gratuliert Alvar zu seinem erfolgreichen Fang, der ihm seinen Fang daraufhin überlässt. Verdutzt bedankt sich Tulanir. - Auf dem Weg zum Ursprung des Funkelns erblickt Alvar den roten Doroba, der einen Kontrast in der weißen Zeltmenge darstellt. Der Blick Richtung Schmiede bringt auch Alvar die Erinnerungen an ihren damaligen Aufbruch zurück. Doch das Glitzern zieht ihn stärker an, sodass er vor das Zelt tritt. Er sieht Sinatah im Inneren stehen, wie sie den Stein nach oben hält. - Alvar ist etwas verunsichert, dass Sinatah wieder einmal ein magisches - und potenziell gefährliches - Artefakt hält. In dem Moment gibt sie den Splitter an Moronur zurück, jedoch nicht ohne ein Funkeln in ihren Augen. - Währenddessen betrachtet Nemek die Kette und erkennt den mächtigen Schwarzstahl. Mit gekonntem Handgriff greift er das Ende eines Kettenglieds und zwickt mit einer Zange leicht hinein. Das Glied zerspringt. Erschrocken fürchtet Volrak um seine Beute, doch Nemek beruhigt ihn. In seinen Händen ist die Kette nur ein etwas besserer Hitzeschutz. Volrak erzählt sein Ziel, eine Rüstung, einen Gürtel, oder wenigstens Armschienen daraus herstellen zu können. Einfach wird es nicht sein, aber auch nicht unmöglich. Mit etwas Zeit kann Nemek daraus etwas schaffen. - Roval bittet Nemek darum, das Wappen der Familie Belmont in den Griff von Bloodeater einzugravieren. Der Schmied bietet an, das Schwert auch insgesamt auf Vordermann zu bringen. Es scheint, dass diese Aufgabe für ihn schwerer wiegt, als die Rüstung eines kriegerischen Orks. - Volrak spielt mit einigen der unfertigen Waffen. Nemek bittet ihn, das zu unterlassen. Beim Zurücklegen wirft Volrak eine Reihe weiterer Rohlinge um. Mit einem einfachen „Raus“ wird Volrak rausgeworfen. Beim Gehen erwähnt Belmont in einem Nebensatz, dass Elanduil noch lebe. - Sinatah fragt Doroba, ob die ganzen persönlichen Notizen bewusst zwischen den fachlichen Aufschrieben liegen würden. Sie beschwichtigt ihn, dass sie nichts davon gelesen hatte, sondern dass es ihr nur aufgefallen war. Doroba bedankt sich für die Rücksicht. - Sinatah tritt zu Belmont, der gerade kurz hinter Volrak vor dem Zelt vorbeiläuft. Ihr fällt auf, dass Bloodeater fehlt. Und auch Volrak hat seine Gleve bei Nemek gelassen - obwohl er ihn gebeten hatte, sie mitzunehmen. Doch Volrak scheint ihn nicht richtig verstanden zu haben. - Sie erzählt Belmont von der großen potenziellen Macht der Splitter. Er schlägt vor, dass wir uns ein Plätzchen suchen und die Situation besprechen. Alvar berichtet vom Treffen mit Tulanir. Volrak fragt, wer das sei, doch Moronur wiegelt ihn mit einem „ein Freund“ ab. Das Geheimnis seiner Existenz kann noch nicht geteilt werden. - Etwas bedrückt fragt Alvar, wo Mando ist. Volrak überlegt, ob Magzul bei Mando ist. Er vermisst seine Gleve. Sinatah merkt, dass er gekränkt ist und sich etwas schämt, dass er sich in der Schmiede daneben benommen hat. Belmont beschreibt Nemek als ruppigen Mann, der auch ihn oft so abgewiesen hatte. Sinatah spürt noch etwas tiefergehendes in Volraks Haltung, doch kann den Gedanken nicht weiter verfolgen. - Belmont nimmt Sinatah beseite, er möchte etwas mit ihr teilen. Sie beginnt das Gespräch jedoch vor ihm und fragt, wie seine Schwester damals war. Er beschreibt, wie sie nach dem Tod seiner Mutter und dem Weggang seines Vaters seine ganze Welt war. Sie druckst etwas herum und fragt, wie er es finden würde, wenn sie noch am Leben wäre. Doch Belmont ist sich sicher, dass er sie damals im Keller sterben gesehen hatte. Sinatah berichtet von einer weiteren Macht mit Ähnlichkeit zu Belmont, als er aus dem Rubin-Reich gerettet wurde. Sie scheint sicher zu sein, dass seine Schwester bei ihnen war. Sie schluckt ihre Angst herunter und erzählt von der zwischenzeitlichen Gefährtin Morrigan, die uns begleitet hatte, während Belmont gefangen war. Im Hause der Crimsons hatte Morrigan sich in der Nacht offenbart und als Cyril zu erkennen gegeben. Sie war der Schlüssel zu Belmonts Befreiung. - Ungläubig versucht Belmont, diese Erkenntnis anders zu erklären. Vielleicht ein Trick der Crimsons? Doch Sinatah hat ein Band gespürt, und das Verschwinden von Morrigan/Cyril direkt nach der Rettung sprechen dagegen. Ein Lächeln kurz vor ihrem Verschwinden sah Belmont zum Verwechseln ähnlich. Belmont war beim vermeintlichen Tod von Cyril bewusstlos, doch er hatte seinem Vater immer geglaubt, als dieser von ihrem Tod erzählte. - Sinatah erinnert sich glasklar, dass die neidhafte Cyril, die sie im Keller der Crimsons töten wollte, wohl nicht viel mit der Erinnerung von Belmont an seine Schwester zu tun hatte. Doch sie war da. Sie fragt ihn, ob „kleiner Flügel“ etwas für ihn bedeutet? Der Name „Roval“ ist Elvish für „kleiner Flügel“, der Name, den seine Schwester ihn als Kind immer genannt hatte. Sie ist da draußen und wacht über ihn. - Belmont fragt sich, warum sie verschwunden ist, was das alles bedeutet. Eine Wärme steigt in ihm auf, die gute Nachricht erhellt sein Gemüt. Er muss mit seinem Vater sprechen. - Doch im nächsten Moment verdunkelt sich seine Miene. Denn auch er trägt ein Geheimnis aus dem Ruby Realm, das er ihr noch nicht erzählt hatte. Er hatte Hilfe in der fremden Dimension, eine Person, die dort schon einige Zeit überlebt hatte und ihm das Leben gerettet hat. - Er beschreibt, dass er dieselben Symbole von Sinatahs Dolch auch an dem Dolch dieser Person gesehen hat. Es war ihr Bruder, Aelar. Sie hätten es fast gemeinsam geschafft zu fliehen. Doch Serelyn, die Blutkönigin hat ihn im letzten Moment auf ihre Seite gezogen. Ohne die Stärke von Aelar wäre er nie entkommen. Doch Aelar ist noch dort gefangen. - Sinatahs Bruder und Belmonts Schwester sind also beide elementar gewesen, um Belmont zurück zu bringen. - Ein Schimmer fliegt durch den Kristall in Sinatahs Hand. - Belmont schwört Sinatah, dass er an Sinatahs Seite in die Ruby Realm ziehen wird, um ihren Bruder zu befreien.
Ein Belmont gibt niemals auf
- Amelia, der schwarze Drache, war gerade aus der Foundry ausgebrochen, während der geschwächte Roderick sich mühsam vom Boden auf ein Knie erhob. - Volrak blickte in den Gang hinaus, als sich plötzlich eine gewaltige grüne Hand auf seine Schulter legte und ihn aus seinen Gedanken riss. - Hinter ihm stand Magzul, der Volrak zuletzt nach dem Tod seines Vaters gesehen und seit dessen vermeintlichem Fall im Kampf für tot gehalten hatte. - Die beiden Orks wechselten einige bewegte Worte, während Sinatah versuchte, den völlig entkräfteten Roderick aufzurichten und wieder auf die Beine zu bringen. - Volrak erkannte die Situation, eilte Sinatah zu Hilfe und gemeinsam schafften sie es, Roderick aufzuheben, obwohl dieser kaum selbstständig stehen konnte. - Roval Belmont trat zu seinem Ziehvater, stützte ihn und versuchte mit ihm zu sprechen, doch Roderick fehlte selbst für wenige Worte die Kraft. - Angesichts seines Zustands wurde allen klar, dass sie nicht länger in der Foundry bleiben konnten und Roderick schnellstmöglich an einen sicheren Ort bringen mussten. - Gemeinsam mit Taldrin untersuchte Alvar das Tor der großen Schmiede, doch es war fest verriegelt und ließ sich weder öffnen noch auf gewöhnlichem Wege durchbrechen. - Alvar entwickelte deshalb einen ungewöhnlichen Plan: Volrak sollte ihn direkt auf die Tür werfen, damit er sie noch während seines Fluges gewaltsam öffnen konnte. - Volrak schleuderte den Halbling mit voller Kraft nach vorne, woraufhin Alvar im Flug seinen Ring of the Ram aktivierte und dessen Kraft gegen die Tür richtete. - Die Tür splitterte auseinander und wurde aus ihren Angeln gerissen, während Alvar bäuchlings hindurchrutschte und schließlich auf seinem Hinterteil im angrenzenden Gang landete. - Hinter der Tür entdeckte Alvar einen vollkommen verlassenen Gang zur Gießerei, obwohl der Lärm eigentlich zahlreiche Schattenklingen hätte alarmieren und herbeirufen müssen. - Die unheimliche Leere ließ vermuten, dass während des Kampfes etwas anderes geschehen war, das sämtliche Schattenklingen aus den Gängen rund um die Foundry abgezogen hatte. - Vorsichtig setzte sich die Gruppe in Bewegung, während Roval Belmont und Sinatah den kaum gehfähigen Roderick gemeinsam stützten und durch die verlassenen Gänge trugen. - Magzul und Moronur bildeten die Nachhut, drehten sich immer wieder um und kontrollierten sorgfältig jede Abzweigung auf mögliche Verfolger oder versteckte Gefahren. - Durch ein Kellerfenster beobachteten die Helden schließlich die große Straße zum Osttor, auf der sich ungewöhnlich viele Schattenklingen um einen unbekannten Vorfall versammelt hatten. - Im richtigen Augenblick wurden sie Zeugen einer gewaltigen Explosion: Das Osttor wurde aufgesprengt und zahlreiche dort versammelte Schattenklingen wurden von der Detonation mitgerissen. - Doch die Sprengung glich einem Stich in ein Wespennest, denn die überlebenden Schattenklingen gerieten in Aufruhr und strömten in großer Zahl zusammen. - Da Roderick zu geschwächt und zu wertvoll war, um eine weitere Konfrontation zu riskieren, entschied sich die Gruppe gegen eine Flucht durch die Stadt. - Stattdessen nutzten die Helden erneut das unterirdische Portal, durch das sie Anvil betreten hatten, und kehrten unter die Grabstätte von Lucius Belmont zurück. - Zurück in der unterirdischen Höhle erkannte die Gruppe, dass sie mit dem schwer verletzten Roderick unmöglich durch die engen Felsspalten hinauf zur Krypta gelangen konnte. - Als einzige Hoffnung blieb Tex, dessen mechanische eiserne Wurmschnecke sich durch das Erdreich graben und die gesamte Gruppe direkt aus der Höhle befreien konnte. - Sinatah versuchte sofort, Tex über ihr steinernes Mini-Kommunikationsgerät zu erreichen, doch tief unter der Erde reichten die wenigen Empfangsbalken zunächst nicht für eine Verbindung. - Erst mithilfe ihrer magischen Hand gelang es ihr, das Gerät an einem Höhlenausgang im perfekten Winkel zu platzieren und schließlich Kontakt zu Tex herzustellen. - Tex antwortete auf ihren Hilferuf und machte sich sofort auf den Weg, bis sich seine eiserne Wurmschnecke durch die Erde grub und in die Höhle durchbrach. - Ohne Zeit zu verlieren, verstauten die Helden ihre Ausrüstung und brachten Roderick auf einem der wenigen Sitzplätze im engen Inneren des mechanischen Gefährts unter. - Tex schnallte sich wie ein erfahrener Operator fest in seinen Fahrersitz, aktivierte die Maschine und begann eine rasante Fahrt durch das unterirdische Erdreich. - Roval Belmont wurde quer durch den Passagierraum geschleudert, während auch Alvar vollständig die Kontrolle verlor und durch das Innere der Maschine flog. - Volrak gelang es zwar, den Zwerg aufzufangen, erwischte ihn während der wilden Fahrt jedoch lediglich an seinem Bart und hielt ihn daran fest. - Nach einem kurzen, vollkommen manischen Ritt brach die eiserne Schnecke schließlich durch die Erdoberfläche, wo bereits mehrere bekannte Gesichter auf die Rückkehr der Gruppe warteten. - Marigold, Ahum und Jahave empfingen die Helden und konnten kaum glauben, dass diese tatsächlich Roderick Belmont und außerdem den zweiten Splitter gefunden hatten. - Da Rodericks Zustand weiterhin kritisch war, kümmerte sich Marigold sofort um seine Versorgung, während die übrigen Verbündeten den schnellen Weitertransport der Gruppe vorbereiteten. - Jahave, der Anführer der Tauren Kongdoniens, verwandelte sich in einen mächtigen Elch und spannte sich vor eine Kutsche, in der alle gemeinsam Platz fanden. - Auf direktem Wege zog Jahave die Kutsche zum Basislager nahe Silberfels, wo die Gruppe schließlich wieder vor der noch immer brennenden Stadt Anvil stand. - Im Basislager vor Anvil wurden die Rückkehrer von einem ungläubigen und zugleich besorgten Mando Eichenschild empfangen, der Rodericks erfolgreiche Rettung kaum fassen konnte. - Gemeinsam brachten sie den schwer verletzten Roderick in Mandos Kommandozelt, wo Marigold sofort einen geschützten Platz für seine weitere Versorgung vorbereitete. - Marigold drapierte mehrere Sitzbänke mit weichen Fellen und Leder, sodass Roderick trotz seiner Verletzungen bequem liegen und sich von den Strapazen erholen konnte. - Bereits auf dem Weg zum Kommandozelt bemerkten die Helden, dass es auf dem Zeltplatz ungewöhnlich ruhig war und sich dort nur wenige Menschen aufhielten. - Die Sonne war gerade untergegangen, doch aus einem improvisierten Festzelt erklang Musik, das aus mehreren umgebauten Wagen errichtet worden war und an eine Taverne erinnerte. - Nach den Strapazen verspürten die erschöpften Helden große Lust auf einige Getränke und einen gemeinsamen Abend, bevor sie sich endlich ausruhen und ausschlafen konnten. - Nachdem Roderick versorgt war, bat Roval Belmont alle anderen, das Kommandozelt zu verlassen und ihn für ein persönliches Gespräch mit seinem Ziehvater allein zu lassen. - Zum ersten Mal seit drei Jahren saß Roval dem Mann gegenüber, nach dem er unermüdlich gesucht und für dessen Rettung er niemals aufgegeben hatte. - Obwohl Roderick kaum sprechen konnte, erzählte Roval ihm, wie sehr er ihn vermisst hatte und was ihm während seiner langen Suche widerfahren war. - Er berichtete von seinen neuen Freunden, den bestandenen Gefahren und dem Schwur, der ihn über all die Jahre angetrieben und immer weitergeführt hatte. - Roval gestand seinem Ziehvater, wie schwer die Suche gewesen war, versicherte ihm jedoch, dass er selbst in den dunkelsten Augenblicken niemals aufgegeben hatte. - Roderick brachte nur wenige Worte hervor, doch seine Antwort fasste alles zusammen, was Roval hören musste: Ein Belmont gibt niemals auf. - Mit diesen Worten verließ Roval das Kommandozelt und kehrte zu seinen Gefährten zurück, die bereits voller Vorfreude das improvisierte Festzelt ins Auge gefasst hatten. - Mando versicherte Roval, dass sein Kommandozelt der sicherste Ort des gesamten Lagers sei und Roderick unter seinem persönlichen Schutz nichts geschehen werde. - Die Gefährten gingen gemeinsam zum Festzelt und erreichten zunächst einen der umgebauten Wagen, den die angereisten Bewohner Ruliks für die Feier hergerichtet hatten. - Im Inneren herrschte ausgelassene Stimmung, Musik erfüllte das Zelt und zwischen den Feiernden entdeckten die Helden bereits das eine oder andere bekannte Gesicht. - Bei einer jungen blonden Schankwirtin bestellte die Gruppe zunächst eine vollständige Runde Shots und weitere Getränke, um gemeinsam auf ihre erfolgreiche Rückkehr anzustoßen. - Während einige den Alkohol problemlos vertrugen, zeigte er bei anderen deutlich schneller Wirkung und bereitete damit den Boden für einen ausgelassenen Tavernenabend. - Mit den ersten geleerten Gläsern, erschöpften Helden und zahlreichen bekannten Gesichtern um sie herum begann schließlich die wohlverdiente Nacht im Festzelt. - Die Helden aßen und tranken ausgiebig, unterhielten sich mit den anderen Gästen und entdeckten zwischen den Feiernden immer mehr bekannte Gesichter aus vergangenen Abenteuern. - Unter ihnen befand sich Moltregaar Donnerhuf, der bekannte Taurenkrieger, mit dem sie zuletzt in der Arena von Gurubashi in den zianischen Landen gekämpft hatten. - Moltregaar war von weiteren Taurenkriegern umgeben, die den langen Weg von Kongdonien bis vor die Tore Anvils auf sich genommen hatten. - Im Gespräch erfuhren die Helden, dass sich neben alten Verbündeten auch zahlreiche neue Streiter dem Kampf gegen die Schattenklingen und Malakar angeschlossen hatten. - Volrak wurde dem neuen Kämpfer Licht vorgestellt, mit dem er aus gewaltigen Bechern trank, Geschichten austauschte und zunehmend ausgelassener feierte. - Kurz darauf erschien Noguba Feuerschuppe am Tisch, brachte eine weitere Runde Shots mit und schloss sich überraschend entspannt den Feiernden an. - Der rote Drachengeborene zeigte dabei eine ungewohnt gelassene Seite, scherzte mit den anderen und genoss den Abend fernab der bevorstehenden Kämpfe. - Mit jedem weiteren Getränk wurden die Gespräche lauter und die Schritte unsicherer, bis schließlich besonders Sinatah und Volrak vollkommen betrunken waren. - Gemeinsam verließen sie sturzbetrunken das Festzelt und begannen draußen, über ihre Vergangenheit, ihre Verluste und die ungewisse Zukunft zu sprechen. - Beide wurden zunehmend emotional, brachen schließlich in Tränen aus und weinten sich gegenseitig an, während sie gemeinsam über ihre bisherigen Erlebnisse klagten. - Obwohl der Abend für beide damit vorerst gelaufen schien, bot ihr gegenseitiges, vollkommen betrunkenes Anheulen weiterhin einen gleichermaßen traurigen wie komischen Anblick. - Roval Belmont durchstreifte unterdessen weiter das Festzelt und entdeckte einige Stadtwachen Anvils, die gemeinsam mit den madunischen Soldaten den Abend feierten. - Er erkundigte sich nach Nemek, seinem Schmiedemeister, und wollte wissen, ob dieser ebenfalls gerettet worden war und sich irgendwo im Lager aufhielt. - Die betrunkenen Soldaten reagierten zunächst kaum auf seine Frage, bis schließlich einer von ihnen verstand, nach wem Roval eigentlich suchte. - Der Soldat erklärte, dass Nemek vermutlich nicht im Festzelt sei, da der Schmiedemeister nicht der Typ für ausgelassene Feiern und große Trinkgelage wäre. - Wenn Roval ihn am nächsten Tag suchen wolle, würde er Nemek höchstwahrscheinlich im Schmiedezelt finden, wo dieser wie gewöhnlich seiner Arbeit nachging. - Während Sinatah und Volrak betrunken über den Lagerplatz torkelten, hatte auch Alvar genug vom Fest und verließ allein das laute Zelt. - Unter dem Mondlicht entdeckte er Taldrin etwas abseits der Feier, wo dieser schweigend stand und auf das nächtliche, weiterhin brennende Anvil blickte. - Alvar stellte sich zu ihm und beide betrachteten die brennende Stadt, während sich zwischen ihnen ein ernstes Gespräch über die jüngsten Ereignisse entwickelte. - Taldrin gestand, dass er nach den erlebten Täuschungen nicht mehr wusste, wem er überhaupt noch vertrauen konnte und welche Verbündeten tatsächlich echt waren. - Schließlich hatten Imitatoren in den Gestalten von Varix und Mando die Gruppe getäuscht und sie unter falschen Voraussetzungen in die Krypta gelockt. - Taldrin befürchtete deshalb, dass sich auch im Basislager Verräter oder Gestaltwandler befinden könnten, die unbemerkt gegen die versammelten Verbündeten arbeiteten. - Er nahm sich fest vor, herauszufinden, wer im Lager ein falsches Spiel trieb, bevor die vermeintlichen Verbündeten erneut aus dem Verborgenen zuschlagen konnten.
Active Characters
Sinatah Liadon
Elf Warlock / Sorcerer
Alvar Kjell
Halfling Cleric / Warlock
Roval Belmont
Half-Elf Paladin / Fighter
Moronur
Orc Monk
Volrak
Orc Barbarian
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