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Rubinroter Mut

- Das grüne Band wirbelt um den schwebenden Mal‘akar. Ranken schließen sich um ihn, Alvar verfolgt die Magie zurück zu Magzhul, der auf der Empore am anderen Ende steht. - Belmont sieht das schwindende Licht um Roderick, es wirkt als ob er bis zu diesem Moment durchgehalten hat und nun loslässt. Er stützt seinen Vater. - Volrak hört plötzlich ein Kratzen auf dem Boden hinter sich. Er dreht sich um und erblickt einen schwarzen Drachen. Erschrocken greift er seine Waffe und macht sich bereit. - Sinatah blickt durch die Öffnung zum Drachen. Sie kann nicht erkennen, ob der Drache freundlich oder feindlich ist. Aber sie erkennt das Amulett mit dem Kristall am Hals. - Moronur tritt zu Volrak und greift unbewusst zu seinem Kristall, als er das Amulett erblickt. - Auch Alvar dreht sich um und versucht, die Laune des Drachens einzuordnen. Er schiebt die zwei Orks zur Seite und nähert sich langsam. Der Drache blickt in seine Augen. Er versucht in Gedanken unsere friedvolle Absicht zu erklären. Die Kopfform des Drachens erinnert ihn an Runara. Doch in den Augen spiegelt sich das boshafte. Eine Kralle hebt sich, die Bedrohung steigt. - Die Drachin erhebt ihre Stimme. Wir haben etwas, was ihr gehören soll. Sie möchte den Stein haben. Alvar ist sich nicht sicher, was sie damit meint. Er fragt, ob sie den Stein um ihren Hals meint. - Sie stellt sich als Amelia, die Erstgeborene vor. Doch Alvar scheint sie nicht zu erkennen. Er spürt starke Angst in sich. Auch Moronur spürt die Angst. Nur Volrak bleibt mutig stehen und versucht, den beiden seinen Mut zu teilen. Er spricht Alvar von der Seite zu. - Belmont reicht Roderick einen Heiltrank, richtet sich auf, und geht zu den anderen mit der Bitte, dass diese nicht so eng beieinander stehen sollen. Er tritt weiter auf Amelia zu und stellt sich vor. Er versucht, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Sein Angebot des Deals „Barum gegen Splitter“ sorgt für eine Reaktion. Sie kennt den Namen Belmont, sie möchte auf den Deal eingehen. - In seiner Unsicherheit versucht Belmont mit seinen Augen Kontakt zu Magzhul aufzunehmen. Amelia scheint nichts davon zu bemerken. Sein Blick fragt „Kampf oder Flucht“. Magzhul schaut ernst zurück. - Belmont holt die Phiole mit dem Blut von Sparkrender heraus, begutachtet sie und meint, dass Amelia nicht der erste Drache wäre, der durch uns fällt. - Sinatah drückt sich ebenfalls noch vorne und spricht in der Sprache der Drachen zu ihr. Sie versucht, sie davon zu überzeugen uns das Amulett zu geben. Doch sie fühlt sich angegriffen und sagt, dass sie das bereuen wird. - Moronur bringt Sinatah in Sicherheit und geht dann zum Angriff über. Nach einem Treffer springt er über Amelia und macht den Weg für Volrak frei. Dieser legt mit einer großen Kombination mit seiner Gleve nach. Dabei kratzt er auch in der Nähe des Amuletts. Amelia brüllt, die Wände beben. Ein Windstoß geht von ihr aus und trifft alle um sie herum. Sie schlägt um sich und speit einen Säurestrahl Richtung Mal‘akar, der auf den dahinterliegenden Roderick zuströmt. Sinatah wirft sich davor und versucht mit magischem Schild den Angriff zu blockieren. Der rotleuchtende Schild strahlt, Roderick spürt ihren Mut. - Sie kann einen großen Teil der Säure blockieren und schützt den bewusstlosen Paladin. Im Gegenzug attackiert Sinatah den Drachen. Belmont honoriert Sinatah und stellt sich vor Amelia. Wer seinen Vater schützt, wird von ihm beschützt. - Volrak versucht, sich mit seiner Waffe im Schwanz zu verankern, kann sich aber nicht halten. Ein Schlag trifft ihn in der Luft und schleudert ihn zu Boden. Der Kampf ist in vollem Gange.

S81

Eidbrecher

- Brannic kann einen der Angreifer abwehren, doch es kommen stetig weitere Gestalten auf ihn zu. Mit einer Kreisbewegung kann er drei Feinde niederstrecken, doch die Wunden der Schlacht sitzen tief. Er sieht, wie Corvin um die Ecke rennt und wundert sich, wo er wieder hin will. - Corvin verfolgt Edda in vollem Sprint. Er ruft nach ihr, doch Edda ignoriert die ihr unbekannte Stimme. Er versucht aufzuholen und geht auf alle viere. Der Leonide holt auf, Edda hört genauer hin. Sie dreht sich im Lauf um und erschrickt, als sie ihren Verfolger sieht. Sie macht sich bereit für den Kampf und bleibt stehen. Corvin springt ihn die Luft und landet mit rutschenden Pfoten. Ein Bolzen fliegt knapp an seinem Kopf vorbei. Edda kann die Flugbahn und den Schützen direkt zuordnen. Nur eine Person schaut in ihre Richtung. - Corvin versucht einen Speer in die Richtung des Angriffs zu werfen, jedoch trifft er einen der unschuldigen Bürger daneben. Ein strahlendes Grinsen bildet sich auf dem Gesicht des Angreifers, der seine Armbrust locker hält. Corvin wundert sich, wie entspannt die Person wirkt. - Edda erkennt die Gestalt. Sie hat ihn in letzter Zeit seltener gesehen, jedoch hat er in ihrer Kindheit viel Zeit mit ihr und seiner Schwester verbracht. Tirael wirkt wie eine vollständig andere Person, als sie ihn sonst kannte. Sie fragt ihn, was mit ihm los ist. Er wundert sich, dass Edda noch hier ist. Er ging davon aus, dass sie mit den anderen gegangen sei. - Als Tirael plötzlich einen weiteren Bolzen schießt, hält Corvin seinen Schild nach oben und wehrt ab. Er läuft mit gezogenem Schwert auf Tirael zu. Nachdem der nächste Bolzen die Schulter trifft, wirft Edda einen Feuerball Richtung Tirael, der ohne Wirkung an ihm verpufft. - Die Tore zum Innenhof der Festung öffnen sich langsam vor Brannic. Darin wirkt die Welt heil, als ob nichts passiert wäre. Ganz im Gegensatz zum blutigen Bild vor den Toren. Der König trägt eine gleißende Rüstung, mit einem Löwenfell um seine Schultern. Mit festen Schritten kommt er hinab. Brannic ruft zu den Soldaten um ihn rum, dass der König kommt. Er ist sich nicht sicher, ob es ein gutes Zeichen oder ein Signal der Verzweiflung ist. - Corvin ist im Sprung auf Tirael, sein Schwert leuchtet, ein Schatten fällt auf Corvins Gesicht. - Edda nutzt die Ablenkung und macht sich unsichtbar. Tirael starrt Corvin in die Augen. Es sein nichts persönliches gegen ihn. Corvin schlägt den Griff des Schwerts Richtung Hand. Tirael lässt zu Corvins Verwunderung die Armbrust fallen. Doch im nächsten Moment bohrt sich ein stechender Schmerz in seine Seite. Der Dolch ragt aus seinem Bauch. Corvin lässt das Schwert fallen und versucht nach Tiraels Hals zu greifen. Doch die Kraft verlässt ihn, die Knie werden weich, und Corvin geht blutend zu Boden. Edda schaut schockiert zu. Tirael scheint sie nicht mehr wahrzunehmen und dreht sich zur Tür zum Anwesen der Crimsons. Sie läuft langsam ebenfalls darauf zu. - Brannic ist von Leichen umgeben, der Wächtergolem liegt zusammengefallen am Boden. Der König schaut mit ernster Miene auf die Szene, umringt von seiner Leibgarde. Keine Gruppe wirkt zahlenmäßig überlegen. Brannic sieht den König in seiner gesamten Pracht, doch seine Sorgen sind ebenfalls klar zu sehen. Eine schwierige Entscheidung scheint vor ihm zu liegen. Ein Befehl geht über seine Lippen, doch Brannic kann ihn nicht hören. Ein Pfeil fliegt von der Festungsmauer und trifft eine der Wachen. Ein Schuss auf die eigenen Leute. Wie kann das sein? Der König wirkt beschämt. Die Schüsse scheinen auf die Wachen zu gehen, die nicht im engeren Kreis des Königs sind. Es scheint, als ob sie zu viel wissen, zu viel über die Geschehnisse dieses Abends. Brannic stürmt auf die Feinde zu, während neben ihm seine Kameraden fallen. Der letzte Pfeil trifft ihn, Brannic geht zu Boden. - Durch die Türe sieht Edda, dass Lucius Belmont im Hause der Crimsons steht und mit dem Paladin spricht, den sie vorhin schon dort getroffen hatte. Der Paladin ist aufgebracht und gestikuliert wild. Tirael schaut Richtung Festung und wischt das Leonidenblut von seinem Dolch. Edda ist außer Sicht und beobachtet, wie das Gespräch hitziger wird. - Moronur fühlt sich eingeengt, die Erlebnisse der anderen Welt wirken wie Traum, doch nichts davon ist vergessen. Er ist auf seinen Knien, die purpurne Aura umgibt ihn noch. Er erblickt den Ring an seiner Hand, der Tod von Kaelis war für ihn vor Sekunden. Lilane Blitze umgeben ihn, während sich der Ring um ihn etwas löst. Um ihn findet ein Kampf statt, und er ist nicht dabei. - Belmont fühlt sich ebenfalls wie gefesselt. Der Pfeil, der sich in seinen Rücken gebohrt hat, hallt noch nach. Nein, nicht in seinen Rücken, in Vesperas Rücken. Er erinnert sich an einen Moment seiner Kindheit, als er mit seiner Schwester Verstecken gespielt hatte. Die Wärme der Erinnerung bringt ihn zurück in den Moment. Die grüne Rune vor ihm ergibt keinen Sinn, als ob sie hier nicht hingehört. Er hört mindestens drei unterschiedliche Stimmen um sich herum rufen. Sie wirken hektisch, im Konflikt gebunden. Eine Stimme ruft, dass es noch zu früh sei, dass sie sie noch nicht wach werden lassen können. - Sinatah öffnet die Augen und fühlt die Magie um sich herum. Ihre Fesseln sind ein elementarer Teil des großen Zaubers von Mal‘akar. Die grüne Rune stammt nicht von den Schattenklingen, sie versucht ihr etwas mitzuteilen, ein Kommunikationsversuch. Doch die Bedeutung ergibt sich nicht. Magzhuls Präsenz ergreift sie. - Alvar ist ebenfalls zurück unter Anvil und sieht Mal‘akar. Er bemerkt, dass leichte Zweifel im Gesicht des dunklen Magiers zu sehen sind. Er scheint sich zu verteidigen, doch Alvar sieht nicht, gegen was. - Edda macht instinktiv einen Schritt nach rechts. Tiraels Hand geht an ihr vorbei. Er wollte seine Hand auf ihre Schulter legen. Ungläubig starrt er auf seine Hand, die ins Leere gegriffen hat. Es sei eine Schande, dass Edda so feige ist. Dass sie ihr Potenzial nicht sieht. Die Dinge, die sie gemeinsam erreichen können. Wie sie die Welt verbessern könnten. Er schaut durch ein Fenster. Die Crimsons sind sich einig, doch die Belmonts sind unsicher - ihre Moral steht ihnen im Weg. Er zweifelt daran, dass Lucius die Lage im Griff hat. Doch Wulfrick, Tiraels Vater, soll Recht behalten. Edda entgegnet, dass sein Vater sich in ihr getäuscht hatte. - Ein Gefühl von Verständnis breitet sich in ihr aus. Tiraels nächste Worte wirken viel klarer, vertrauensvoller. Er streckt ihr seine Hand entgegen und bietet ihr an, mitzukommen. Sie wird sichtbar und greift die Hand. Wie in einem Film laufen sie durch die Straßen von Anvil. Die Gassen werden dunkler. Als sie zurück blickt, sieht sie noch das Dach vom Haus der Crimsons. Doch sie spürt nichts mehr dabei. Als sie nach vorne blickt, öffnet Volrak seine Augen. - Volrak hat keine Ahnung, was gerade passiert ist. Edda verschwimmt in seiner Erinnerung, bis sie vollständig verblasst ist. Auch er ist am Boden fixiert, seine Hände sind magisch gebunden. Seine Haltung erlaubt ihm keinen Blick um sich herum. Er versucht zu sprechen, doch es kommt kein Wort heraus. - Belmont wird von einer Kraft durchströmt. Ein Licht durchdringt ihn, das er lange nicht so intensiv gespürt hat. Erst das Gebet an Bahamut hat es zurück gebracht. Er überlegt, ob das Licht von ihm stammt, oder von Roderick. Er fühlt die Nähe zu ihm, ein Blick über seine Schulter zeigt den grünen Runenkreis, der um die ganze Gruppe kreist. Das Licht um Roderick ist etwas verblasst - seine eingefallene Erscheinung schockiert ihn. Rodericks Licht schwindet. Belmont streckt die Hand aus und spendet etwas von seiner Kraft. Er erinnert sich, wie Roderick damals Belmont die Hand genau so hingestreckt hat. Die Berührung erfasst alle in grellem Licht. Eine Stimme ruft, dass sie hofft, dass es nicht zu früh ist. - Vor Belmonts innerem Auge tritt Roderick aus den Ketten heraus auf ihn zu. Falten durchziehen sein Gesicht. Er atmet angestrengt aus und sagt, dass es ihm leid tut. Belmont tut es leid, dass sie erst so spät kamen und versucht den Schild zu überreichen. Roderick schiebt den Schild zurück und hofft, dass Belmont es verstehen wird - es ging nicht anders. - Plötzlich blicken unsere Augen in die Augen von Lucius Belmont. Wir teilen das Bewusstsein von Roderick, als er Lucius gegenüber steht. Sinatah spürt die Verwirrung im Geist von Roderick. Der Raum, in den wir blicken, wirkt komisch. Lucius steht im Anwesen der Crimsons, um ihn herum liegen Folianten, für die es keinen Grund gibt, dass sie dort sein sollten. Es sind die Verzeichnisse der Experimente. Sinatah möchte handeln, doch sie kann nur spüren, wie Roderick sich fühlt. Er öffnet seinen Mund und beginnt zu sprechen, doch die Worte fehlen ihm. Seine Gedanken sind ungläubig, dass Lucius mit den Crimsons unter einer Decke steckt, dass er mit den Geschehnissen dieses Abends in Anvil zu tun haben soll. - Lucius schaut ihn an und fragt, ob Roderick glaubt, dass seine Aufgabe sei, ihm im Weg zu stehen. Die Moral sei ähnlich unnütz wie die von Rodericks Vater. Doch dieser liegt draußen, und Lucius steht noch hier. Er hatte nicht das Zeug, die Dinge zu tun, die Lucius offen stehen. Lichtfels schade der Stadt seit Generationen, sie sei dem Untergang geweiht. Das sollten sie alle wissen, auch Roderick. - Lucius weiß mehr über den König, als er sollte. Seit Jahrzehnten dienten sie dieser Familie, die nichts als sich selbst sieht. In Lucius Augen zeigt sich ein Gefühl starker Minderwertigkeit. Er war im Herzen der einzige echte Kämpfer der Familie. Der Rest hatte immer den Weg des Paladins eingeschlagen, doch das Licht hat ihn nie gefunden. Dieses Gefühl der Einsamkeit begleitet ihn über große Teile seines Lebens. Erst der Tod seines Bruders hat ihm die Macht gegeben, die er sich gewünscht hatte. Doch niemand nahm ihn ernst, insbesondere nicht die Familie Lichtfels. Nun ist die Zeit gekommen, sich zu beweisen. Doch er brauchte Hilfe, die Hilfe der Familie Crimson, auch wenn sie ihren Preis hat. - Roderick fragt „wie lange schon?“, und Lucius antwortet „seitdem dein Vater nicht mehr im Weg steht“. Lucius will Roderick eine, aber nur eine Chance geben. Wenn er ihm aus dem Weg geht, wird er gehen und ihn nie wieder sehen. Falls nicht, wird aus der Tür nur noch einer von ihnen gehen. Als Roderick stehen bleibt, versucht Lucius ihn wegzudrücken, doch Roderick weicht geschickt aus. Der physische Angriff von Lucius passt nicht zu ihm, er war nie handgreiflich. Lucius betont, dass es für diese Familie keinen anderen Weg geben soll. - Roderick fragt, ob es nur um Macht geht, nur um diese Spielchen, und ob Lucius nicht sieht, dass die Crimsons ihn ausnutzen? Sein Vater habe Lucius immer nur geliebt, und Lucius hat ihn dafür gehasst. Lucius sieht seinen Bruder in Roderick. Er soll nach draußen blicken und sehen, dass es zu spät ist. - Roval Belmont spürt die Gefühle, die in Roderick hochkochen, am eigenen Leib. Der Zorn, die roten Augen, sie stammen von Roderick. Er weiß, dass Roderick dabei ist, die Kontrolle zu verlieren. Es muss einen anderen Weg geben - Roval wird klar, dass Lucius hier und jetzt aufgehalten werden muss, auch wenn Rodrick dafür seinen Eid brechen muss. Sein Schwert glänzt rot und er holt aus, Tränen fließen aus seinen Augen. Er blickt in die Augen von Lucius, als er sein Schwert in ihn sticht. Der Schock steht in seinem Gesicht, als er in den Armen von Roderick hängt und langsam zu Boden geht. - Die anderen Optionen, die Roderick hatte, sie wären nicht genug gewesen. Er wartet auf den Moment, in dem ihn irgendetwas verlässt, nachdem er seinen Eid gebrochen hat. Doch anstatt ihn zu verlassen, kommt etwas zu ihm. Dieses Etwas, es verdrängt andere Dinge in ihm. Es wird sein Leben lang in ihm bleiben. Er weiß nicht, was er jetzt tun soll. Dieser Weg war nie sein Plan. - Die Tür öffnet sich hinter ihm, Wulfrick Crimson steht darin. Er blickt auf die Szene, nachdenklich, nicht schockiert. Ein Grinsen bildet sich, die Sicherheit, dass Roderick das sein Leben lang mit sich tragen wird. Es sei einfacher gewesen, als er dachte. Doch ohne Lucius wird hier nichts weiter funktionieren. Er möchte sich vom Eidbrecher Roderick verabschieden, doch dieser schwört einen neuen Eid, dass Wulfrick bei ihrem nächsten Treffen an seiner Klinge hängen wird. - Roderick greift die Kette an Lucius Hals, die dieser von Rodericks Vater genommen hatte. Ein kurzer Zug, und der Anhänger ist in seinen Händen. Er schultert den Körper vom Boden und macht sich auf den Weg zur Festung. Draußen sieht er den leblosen Körper von Corvin, aber er spürt nichts dabei. - Als er den Vorhof betritt und die Leichen sieht, bemerkt er das Treiben auf den Zinnen. Der Pfeil in Brannics Rücken verrät, dass die Pfeile von der Festung kamen, nicht von den dunklen Gestalten. Er verabschiedet sich von seinen Waffenbrüdern und tritt in den Burghof. Seine Herkunft sorgt dafür, dass er anders behandelt wird. Einer der Bogenschützen steht vor ihm, doch ein weiterer zieht ihn zur Seite, als er den blutüberströmten Roderick erkennt. - Roderick betritt den weißen Marmor und hinterlässt blutige Fußspuren. Der König scheint beschäftigt, doch viele Köpfe folgen ihm auf jeden Schritt. Eine Leibgarde, Frederick William, ein langjähriger Paladin, erkennt ihn erst nicht. Das Blut macht sein Gesicht nahezu unerkenntlich. Erst das Wappen auf seiner Brust gibt ihn zu erkennen. Roderick legt Lucius ab, kniet nieder, und stellt sich dem König vor. Er sei Roderick Belmont und legt dem König einen Strippenzieher des heutigen Angriffs aus seinem Hause nieder, den dieser gemeinsam mit dem Haus Crimson verantwortet. - Der König spricht, doch die Worte verklingen, während die Welt verschwimmt und Belmont wieder die Augen öffnet und seinen Vater in anderem Licht wahrnimmt. Die Perfektion, die er immer sah, ist nicht mehr da. Doch er verurteilt ihn nicht. Es war eine unmögliche Entscheidung. In seinem Ohr hört er die Stimme von Magzhul, die er zuvor schon gehört hatte. Er steht neben Taldrin am anderen Ende der Halle. Mal‘akar wirft dunkle Magie in die Richtung von Magzhul, während Taldrin den Drachen schlafend hält. - Nun ist der Moment gekommen, Magzhul ruft nach uns und das Band wandert von uns weg und bindet sich im Mal‘akar. Roderick fällt von der Wand auf den Boden. Wir müssen den letzten Gedanken zusammensetzen, den Mal‘akar hatte, als er unkonzentriert war um uns in Schach zu halten: „Sie trägt den Splitter am Hals“

S80

Die Glocken klingen nach Gefahr

- Edda steht am Tisch, an dem sich Lucius und Lord Crimson unterhalten. Lord Crimson blickt ihr direkt in die Augen. Edda gibt sich gelassen und unterhält sich mit ihm. Er lobt sie für ihre Neugierde, warnt sie jedoch auch vor der Gefahr davon. Sie fragt ihn, was die beiden gerade besprochen haben. Auf dem Tisch ist klar eine Karte von Arandor erkennbar. - Ihr Auge fällt auf Iriles. Dort sind Objekte eingezeichnet, die sie dort nicht kennt. Eine kleine Insel vor der Westküste weckt ihre Neugierde. Sie versucht sich einzuprägen, was sie erkennt. Auf die Frage an Lucius, was sie da sieht, wirkt er unbeeindruckt. Ein kurzer Blick von ihm geht Richtung des Lords. Wulfrick habe Vertrauen zu ihr, doch Lucius kennt sie nicht so gut. Lucius sagt ihr, dass nur das Schlachtfeld zeigen kann, wem man wirklich vertrauen kann. - Wulfrick Crimson bittet sie bestimmt, Ravina beim Bestehen der Prüfung zu helfen. Ihr ist klar, dass sie gehen sollte und verabschiedet sich mit einem Knicks. - Corvin, Brannic und Roderick laufen die Straße entlang, der Sonnenuntergang am Horizont ist in vollem Gange. Sie wollen Lucius suchen, doch keiner weiß, wo er sein könnte. Irgendwas stimme mit ihm nicht, den Eindruck hatte Roderick zumindest in letzter Zeit. - Brannic hat Lucius zuletzt beim Gottesdienst vor zwei Wochen gesehen. Es ist nicht unüblich, dass er ihn nicht so oft sieht, jedoch hätte er normalerweise von ihm gehört. - Er hört plötzlich eine Glocke. Der Wachturm der Familie Lichtfels. Für eine Stadtwache gibt es nichts wichtigeres als den Schutz der Königsfamilie. Brannic stürmt los. Doch Corvin möchte mit Roderick die Suche fortsetzen. Roderick hält ihn aber fest und möchte, dass Corvin zum König geht und er allein nach Lucius sucht. - Zwei Rauchschwaden steigen aus dem Burghof auf, die die beiden Wachen von weitem sehen. Neben ihnen rennen weitere Wachen an ihnen vorbei. - Als sie um die Ecke laufen, fliegt eine der anderen Wachen an ihnen vorbei. Der Wächtergolem scheint nicht freundlich gesinnt zu sein. - Vespera hält die Klinke kurz fest, löst sich wieder und flüstert auf elbisch „Schatten“. Sie bittet Hermine darum, ein Bild von Boldan aus ihrem Zimmer zu holen und bietet an, derweil hier auf die Kekse aufzupassen und sich um eine Ratte zu kümmern. Sie verlässt den Raum und läuft nach oben. - Ein Schatten zieht vom Boden auf Vespera, ihre Schattenrüstung legt sich an. - Kaelis und Vespera sprechen leise miteinander, niemand möchte sich zeigen. Vespera fließt in den Schatten. Er fragt sie, wo ihre Loyalität liegt. Sie diene nur sich selbst. - Die Tür nach draußen öffnet sich. Tirael Crimson tritt herein, er ist etwa 25 Jahre alt. Er meint, dass Vespera und Kaelis die zwei größten Witzfiguren seien, die er seit langem gesehen habe. Vespera wird seit Wochen verfolgt und setzt die Crimson-Familie dieser Gefahr aus. Sie kniet nieder, die Angst bringt Schweiß auf ihre Stirn. Es war ihre dritte letzte Chance. - Er spricht zu Kaelis, er mache oft gute Arbeit, doch das reiche nicht immer. Nachdem Kaelis ruhig bleibt, meint Tirael, dass er wenigstens nicht so viel falsches erzählt wie Vespera es tat. - Vespera spannt sich an, jederzeit bereit, dass Tirael ihr Leben beenden möchte. Sie bietet nochmals ihre Hilfe an. - Edda blickt auf die Empore. Die zwei Männer packen ihre Sachen zusammen. Ravina ist in ihre Bücher vertieft. Edda hört ein Glockenläuten, jedoch kann sie nicht ganz zuordnen, welche sie hört. Um diese Uhrzeit sollte nichts mehr läuten. Sie greift Ravinas Hand und fordert, dass sie ihr sagt, was sie über die Pläne ihres Vaters weiß. - Ihre Augen werden groß, sie füllen sich mit Tränen. Ein kurzer Blick huscht in Richtung von Wulfrick. Edda weicht etwas zurück, erschrocken von der Reaktion, aber sie hofft weiter, dass Ravina ihr etwas erzählen wird. - Und sie öffnet sich. Seit Wochen gehen komische Dinge im Hause Crimson vor sich. Wulfrick kommt zu ihnen und fragt, ob alles in Ordnung sei. Es sei Zeit zu gehen - draußen laufen Stadtwachen an der Straße entlang. Das Läuten wirkt lauter. Wulfrick sagt zu Edda, dass die Zeiten sich ändern werden. In dem Moment realisiert Edda, welche Glocke sie da hört. Sie stößt gegen Lucius, der hinter ihr steht. „Was habt ihr getan?“ fragt Edda. Lucius sagt, dass die wichtigere Frage sei, was jemand nicht getan hat. - Edda tritt ein „Verräter!“ über die Lippen. Beim Blick auf Ravina kommen ihr ebenfalls Tränen. Sie zaubert sich zurück in die Unsichtbarkeit und schafft eine Illusion einer Bombe mit brennender Zündschnur. Sie versucht die Türe zu öffnen, doch sie scheint blockiert. Das Drücken der Klinke verrät ihre Position. Wulfrick tritt auf die Illusion, worauf sie verschwindet. Mit ruhiger Stimme tritt er auf Edda zu - er verstehe die Überwältigung, doch sie brauche keine Angst zu haben. Ihre Stärke ist etwas, was sie brauchen können. - Sie will nicht zwischen ihrer Freundin und ihrer Loyalität zur Kirche wählen. Wulfrick öffnet die Türe und warnt sie, dass sie sicher sein sollte, auf welcher Seite sie steht. Edda stolpert heraus. Ein Soldat bleibt neben ihr stehen und fixiert Lucius. Roderick fragt Lucius, was das alles zu bedeuten habe. Edda ruft, dass diese Verräter den König stürzen wollen. - Brannic läuft die Treppe nach oben, ein großer Vermummter mit riesigem Säbel stürmt an ihm vorbei Richtung Burg. Weitere folgen, er zählt 25 Personen. Corvin ist ebenso verwirrt wie Brannic, sie schauen sich an und laufen schnell hinterher. - Mando Eichenschild ruft laut, dass sie das Tor schützen sollen. Eine Masse an Soldaten stehen um einen durchdrehenden Wächtergolem, der wild um sich schlägt. - Ein Vermummter versucht von hinten auf Corvin einzuschlagen. Er verfehlt jedoch. Corvin brüllt ihn an, der junge Mensch rennt voller Furcht weg. Sein Brüllen ist so intensiv, dass die Welt um ihn herum sich kurz verschiebt. Er vergisst, wo er ist - plötzlich ist er Sinatah Liadon, die am Boden festgekettet ist. Eine Sekunde reicht, Sinatah sieht die anderen um sich herum, alle wirken benommen und gefangen. Ein großer grüner Ring verläuft um sie herum. Corvin kommt wieder zu sich, zieht sein Schwert und stürzt sich in den Kampf. Mit seinem ersten Schlag streckt er drei vermummte Gestalten nieder. - Brannic sieht den Angriff von Corvin, mit seinem Speer springt er ebenso auf die Gegner zu und wirft ihn Richtung Golem. Er schlägt am Golem vorbei in einer Wand ein. Der nächste Schlag mit seinem Schwert geht auf die Kultisten. - Corvin wirkt einen magischen Strahl auf den Golem. Das Licht des Mondes schlägt in den Golem ein. - Das Licht bringt Brannic in die kniende Gestalt von Alvar. Auch ihm fällt der grüne Strahl auf, der um sie herum kreist. - Vespera kniet vor Tirael. Er fragt sich, wieviele Chancen sie noch braucht. Sie starrt auf das Amulett um ihren Hals. - Kaelis merkt, wie seine Kehle eng wird. Kurz darauf merkt er, dass ihn etwas nach oben zieht, sodass er aufstehen muss. Atemverlust war Teil seiner Ausbildung, doch dieser Effekt ist unerwartet stark. Es wird dunkel in seiner Sicht. Wie ein Traum legt sich der Blick aus den Augen von Moronur vor ihn. Er kann atmen. Um ihn herum ist der Rest von Ex Arena. Er sieht Volrak, der gebückt vor ihm steht. Das Licht an der Mauer strahlt immer noch hell. Das grüne Band geht um ihn herum. Und dann ist der Hals wieder zu und Tirael steht vor Kaelis im Raum. - Tirael lobt seine Arbeit, er habe viel herausgefunden und könnte nützlich sein. Doch er weiß zu viel. Tirael fordert Vespera auf, Kaelis anzuschauen. Was fällt ihr an ihm auf? Kaelis ist unscheinbar, jedoch macht er ihr etwas Angst. Tirael hat sein Leben in der Hand. Doch Tirael fragt, ob Kaelis auf sie lebendig wirkt. - Vespera schaut Kaelis näher an. Ihr fällt ein Ring auf, der unscheinbar und dunkel an seinem Finger steckt. Ihr Amulett pulsiert mit Energie. Sie dient nur einer Gestalt, einer Göttin, der Raven Queen. Sie bittet um ein Wunder. Sie reißt das Amulett ab, ein Stich durchdringt ihrem Körper. Die Welt verschwimmt, plötzlich kniet Roval Belmont vor der golden leuchtenden Kugel. Er schaut in das Licht, darin sieht er Roderick, der an einer Wand festgekettet ist. - Im nächsten Moment grinst Tirael in Vesperas Gesicht. Er hofft, dass sie sich einig sind, dass Kaelis zu viel weiß. Tirael greift nach der Hand von Kaelis. Dieser versucht, nach Tirael zu greifen, doch er hält ihn fest und zieht seinen Ring vom Finger. Kaelis sackt zusammen, der Tod ergreift ihn sofort. Tirael ist begeistert vom Ring, er wollte so etwas schon immer haben. Er steckt sich den Ring an und wundert sich kurz. Unsterblichkeit fühlt sich kaum anders an. - Vespera nutzt die kurze Ablenkung und teleportiert sich nach draußen. - Wulfrick streckt seine Hand nach Edda aus und bittet sie, mitzukommen. Sie scheint wie angewurzelt zu sein, sie schüttelt leicht ihren Kopf. Ein scharfes Nein verlässt ihre Lippen. Er greift nach ihr und im Moment der Berührung findet sie sich in Volrak wieder. Sein Rücken schmerzt, er ist zusammengekauert auf dem Boden, die Wut steigt in ihm auf. Er erblickt das grüne Band, dann ist er wieder Edda. Wulfrick betont, dass das ihre einzige Chance ist. Ängstlich blickt sie zu Ravina. Sie schüttelt nur den Kopf. Edda ist verwirrt und frustriert - sie fragt Ravina nochmals, was hier passiert. Es scheint ihr unglaublich, was diese Familie - die sie seit früher Kindheit kennt - vor hat. Sie blickt zum jungen Paladin neben ihr. - Wulfrick blickt enttäuscht auf sie. Es sei ein verschwendetes Talent, aber die Wege trennen sich nun wohl. Mit Ravina läuft er auf die Straße und entfernt sich langsam. Edda flüstert zu sich, dass sie sich wiedersehen werden. Eine Stadtwache kommt zu ihr und fragt, ob sie helfen kann. Sie berappelt sich und bietet ihre Hilfe an. Sie soll zu den Glocken. Ihr letzter Blick zum Haus zeigt noch, dass Lucius und der Paladin diskutieren. - Vespera steht auf der Straße vor dem Anwesen der Belmonts. Sie atmet tief ein. Sie läuft entgegen den Wachen, sie möchte fliehen. Orientierungslos irrt sie durch die Straßen. Ihr Umhang gibt ihr etwas Halt. Als sie sich dem Stadtrand nähert, sind die Geräusche in die Ferne geraten. Sie blickt zurück und denkt an Hermine, vielleicht wären sie Freunde geworden. In ihrer Tasche findet sie das Amulett, welches sie mit Verzweiflung hervor holt. Am Außenring blickt sie abermals zurück, irgendetwas verfolgt sie immer noch. - Ein Rabe sitzt in einem Baum. Ein Bolzen durchdringt sie. Tirael Crimson hält seine Armbrust fest. - Corvins Schwert steckt im Golem, magische Funken durchströmen das Wesen. Die Wachen um ihn herum drehen sich zur Menge und drängen die Feinde zurück. Einige seiner Kameraden liegen regungslos auf dem Boden. Er spricht zum Rest, es gilt das Tor um jeden Preis zu halten. Mit jedem Moment wird der Druck der Gestalten geringer, das Gröbste scheint überstanden. Auch Brannic schlägt eine weitere Gestalt von sich weg. Er atmet schwer, tiefe Kratzer brennen in seiner Seite. - Gleichzeitig kommt mehr Unterstützung für die Wache dazu. Auch Edda, die golden glänzende Drachengeborene kommt dazu und sieht Corvin, den Leoniden mit großem Zweihänder. Sie versucht zu verstehen, was hier gerade vor sich geht. Sie scheint zum Ende des Kampfes dazugekommen zu sein. Hätte sie beim Haus der Crimsons bleiben sollen? - Edda fragt Corvin, wie sie helfen kann, woraufhin er sie um heilende Hände für die Wachen bittet. Doch diese Seite der Magie ist ihr noch nicht vertraut. - Edda dreht sich um und läuft zurück. Einer der Soldaten sagt zu Corvin, dass sie Edda vor dem Hause der Crimsons gefunden haben. Er geht ihr hinterher.

S79
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Faction Standings

Enemy Suspicious Neutral Friendly Respectful
Rulik
85%
0% 50% 100%
Iriles
75%
0% 50% 100%
Mardunien
80%
0% 50% 100%
Sianische Lande
70%
0% 50% 100%
Regusanien
85%
0% 50% 100%
Kongdonien
75%
0% 50% 100%
81
Sessions Played
7
Total Quests
5
Active Characters
10.3
Average Level