Schlachtplan
Session 86
- Am späten Nachmittag sitzt Moronur am Feuer auf dem Zeltplatz. Blitze aus der Sicht von Kaelis durchfahren ihn, in denen Tirael Crimson den Ring von den Fingern zieht und das Leben wie ein Schalter erlischt. Was bedeutet dieser Ring nun an ihm?
- Volrak läuft über das Gras, die Scham hält ihn davon ab, zu Nemek zurück zu gehen, um seine Gleve zu holen. Die Begegnung mit Magzul hängt ihm nach und bringt in zurück an seine Niederlage gegen Torak Erdfall.
- Ein Halbling hält ihn an, als er an einem der Verwaltungszelte vorbei läuft, und fragt ihn, ob er nicht etwas vergessen hat. Er habe seit 12 Tagen seinen Lohn nicht abgeholt. Volraks Miene erhellt sich, ein Grinsen legt sich auf sein Gesicht und er wuschelt dem Halbling die Haare. Ein Säckchen Münzen landet in seiner Hand, woraufhin sich Volrak bedankt. Er fragt, ob ihm ein Ork aufgefallen ist, der auch aus seinem Stamm - Dargash - stammt. Doch der Halbling kennt Magzul nicht und ist sich unsicher, er könnte aber bei Mando sein.
- Volrak fühlt sich unbewusst Richtung Kommandozelt gezogen. Zwei Wachen stehen davor. Er grüßt und fragt nach Magzul. Sein Ton ist so einschüchternd, dass die Rüstungen beider Wachen klappern, als sie zurück weichen. Doch Magzul sei im Gespräch mit Mando und kann nicht gestört werden.
- Er wirft noch einen Blick in das Zelt und sieht die Rückseite einer Frau mit roten langen Haaren. Volrak läuft Richtung Schmiedezelt.
- Alvar läuft argwöhnisch über den Zeltplatz. Er sucht die Verräter, den falschen Mando und Varix, die uns zum Grab von Lucius Belmont gebracht hatten. Vielleicht hilft ein Gespräch mit dem echten Mando.
- Alvar sieht Jona Eichblatt, der Unmengen Bücher aus einem Wagen hievt. Einige Meter weiter gießt Ahum sich einen Tee ein, während er sich mit einem Menschen austauscht. Drei der Tauren vom Vorabend stehen im Kreis, Biere in der Hand. Er tritt zu den dreien und fordert sie auf, ihn zu Mando zu bringen. Sie sind skeptisch, aber als Alvar Ex Arena und Moltregaar erwähnt, werden sie hellhörig. Um zu beweisen, dass er Teil von Ex Arena ist, fordert er den Tauren zum Armdrücken heraus.
- Die Hände greifen auf einer Kiste ineinander. Der Taure ist stärker, doch Alvar hält dagegen. Der kleine Kleriker beschwört ein magisches Licht in seine Hand. Es strahlt aus dem Griff und wird heißer und heißer. Als er kaum mehr darauf schauen kann, tippt ihm Moltregaar von hinten auf die Schulter und fragt, ob es nicht reicht. Alvar lässt los und greift seine Hand. Die Tauren sind beeindruckt, die unerwartete Kraft spricht wohl ebenso für Ex Arena wie die Bekanntschaft mit Moltregaar.
- Der große Kämpfer ist auf dem Weg zu Mando und lädt Alvar ein, mitzukommen. Auf dem Weg läuft Volrak an ihnen vorbei, auf dem Weg zu Nemek, dem Schmied. Beim Betreten der Schmiede schaut er sich um und sucht seine Gleve. Ein Fetzen der Glut fliegt durch die Luft und fängt seinen Blick. Er ist sich absolut sicher, dass die Glut ein Feenwesen aus einer anderen Welt sein muss.
- Sinatah sitzt nach dem intensiven Gespräch mit Belmont noch alleine am See. Sie denkt an ihren Bruder. Aus Hoffnung wurde Sicherheit, dass er noch am Leben ist. Wusste ihr Patron davon? Warum hat „Sie“ nie von ihm erzählt? Sie starrt auf den Kristall an ihrer Hand. Ein Knistern hinter ihr holt sie zurück aus ihren Gedanken. Der Zeltplatz wirkt leer, niemand sitzt mehr am Feuer. Mit einem letzten Blick auf den See erhebt sie sich und läuft Richtung Kommandozelt.
- Belmont brauchte nach dem Gespräch ebenfalls etwas Ruhe, um seine Gedanken zu sortieren. Er weiß, wer nun seine Hilfe braucht. Als er das Krankenzelt betritt, fällt ihm auf, wie sich die Helfenden um die Kranken und Verletzten kümmern. Sein Vater liegt auf einem der Betten. Sein Gesicht hat wieder mehr Farbe, er atmet ruhig. Die zotteligen Haare und der Bart wurden ihm geschnitten, sodass er nun deutlich ähnlicher zu dem Roderick aussieht, der in Rovals Erinnerung ist.
- Roderick richtet sich auf und begrüßt seinen Sohn. Er sieht den Goldschild auf dem Rücken von Roval und fragt, wie er sich anfühlt. Dieser spürt den schweren Schild, nimmt ihn ab und reicht ihn seinem Vater. Rodericks Hand passt wie angegossen in die Lederriemen des Schildes, den er mehr als sein halbes Leben lang getragen hatte. Der Tag wird kommen, an dem Roval den Schild tragen wird.
- Roval berichtet von der Falle, dem falschen Mando, der uns in das Grab gelockt hatte. Roderick möchte mit zu Mando und bittet um seinen Mantel. Roval hofft, dass ihm die Platte von Anduin auffällt. Er hat sie gesehen, aber nicht erkannt. Er sieht ebenso, dass kein Schwert daran befestigt ist. Bei Nemek soll es jedoch in guten Händen sein.
- Überrascht fragt er, wie Belmont an die Platte von Anduin gekommen ist. Er erzählt kurz davon, wie weit wir auf der Reise gekommen sind. Als Roderick vor ihm aufrecht läuft, erinnert sich Roval an eine Zeit, als in Anvil alles in Ordnung war.
- Die beiden laufen an Moronur vorbei, der sich anschließt. Nach kurzer Begrüßung schmeichelt er Roderick, was diesem eher unangenehm ist. Er fragt Moronur kurz nach seiner Herkunft, da er kein Siegel trägt. Moronur berichtet, dass er früh von seiner Mutter getrennt wurde und sein Vater kein Ork war. Roderick nickt verständnisvoll. Auf dem Pfad schließt sich Sinatah ebenso an.
- Als das Glutkorn in der Luft aufhört zu glimmen, kommt Volrak zurück in die Realität. Er fragt Nemek, ob dieser Feen beschäftigt. Glücklicherweise kann der ihn aber nicht hören. Volrak sucht die Aufmerksamkeit, aber bekommt sie nicht. Er schaut sich weiter um. Der Rhythmus der Hammerschläge bricht plötzlich ab. Nemek nimmt seine Schutzbrille ab und fragt Volrak, was er möchte. Die Gleve hängt direkt vor Volrak, der sie dankend nimmt. Mit Gruß an die Fee verabschiedet er sich und sieht noch eine Waffe, die in einem schwarzen, seidenen Tuch eingeschlagen ist. Nemek schüttelt verwundert den Kopf, als der große Ork das Zelt verlässt.
- Die Sonne ist mittlerweile untergegangen, einige Fackeln erleuchten den Zeltplatz.
- Das Gespräch im Kommandozelt scheint immer noch in Gange zu sein, deutlich länger als die Wachen angekündigt hatten. Er ärgert sich, dass er den ganzen Tag gedankenlos verbracht hat. Eigentlich suchte er doch das Gespräch mit Magzul. Als er auf das Zelt zu läuft, sieht er Sinatah, Moronur und Roval, angeführt von Roderick Belmont.
- Alvar sieht den wütenden Volrak, wie er auf das Zelt zustampft. Mit einem Ellenbogen Richtung Moltregaar macht er ihn darauf aufmerksam. Die Wachen wirken etwas unsicher und greifen ihre Waffen fester.
- Roval Belmont entfernt sich und sucht den Jungen, dem er am Tag zuvor von der Rückkehr von Roderick erzählt hatte. Nach etwas Suche findet er das passende Zelt. Phineas sitzt darin. Er reicht ihm ein Kartendeck mit dem Siegel der Belmonts und bittet den Jungen darum, alle erweiterten Offiziere zusammen zu trommeln und zum Kommandozelt zu bringen.
- Kurz bevor Volrak die Wachen anschreit, klopft ihm Moltregaar auf die Schulter. Er fragt den Ork, was sein Problem ist. Volrak berichtet von seinem Frust auf der Suche nach Magzul. Moltregaar bietet an, gemeinsam hinein zu gehen, was Volraks Ärger etwas dämpft.
- Bevor sie das Zelt betreten, hält Roval Sinatah und Moronur kurz zurück. Er bittet sie, ihm zu vertrauen und bei seinem Zeichen gleich den Eingang des Zeltes zu versperren.
- Im Zelt diskutieren Mando, Jahave und Marigold sowie die rothaarige Frau in einer Runde. Vor der Karte des Schlachtfelds steht Magzul, der sich wohl dem Gespräch entzogen hat. Mando versucht, das Gespräch immer wieder an sich zu reißen und seine Vorstellungen durchzusetzen. Jahave scheint gegensätzliche Vorstellungen zu haben. Insbesondere im Risiko für die Kämpfenden sind sich beide uneinig.
- Sinatah spürt die Schritte eines großen Kriegers am anderen Ende des Pfades zum Zelt. Boldan ist auf dem Weg.
- Die angespannte Lage im Zelt ist für alle spürbar. Mando ist insbesondere enttäuscht davon, dass niemand aus Kongdonien dem Ruf aus Anvil gefolgt ist. Fandalar scheint sich tatsächlich zu entziehen.
- Griselda Copperpot aus Leilon, die Frau mit den roten Haaren, schlägt auf den Tisch. Sie kann das nicht stehen lassen, immerhin ist sie mit einigen Soldaten aus Kongdonien angereist. Mando, der zwar den Kommandanten darstellt, aber nicht der König ist, insbesondere nicht von der ganzen Welt. Der König scheint hingegen abwesend zu sein.
- Mando möchte die Zitadelle isolieren, auch auf Kosten von Kollateralschäden. Marigold möchte keine zivilen Opfer verantworten. Jahave will mit voller Kraft die Stadt stürmen, mit so wenig verlorener Zeit wie möglich. Magzul möchte beobachten und Lücken zu nutzen.
- Roderick tritt an den Tisch, schaut Mando ins Gesicht und sagt ihm, dass er scheinbar die Kontrolle verloren hat. In dem Moment betritt Boldan das Zelt, tritt an den Tisch und fragt die Runde, was sie hier machen.
- Roval gibt das Zeichen, Sinatah und Moronur stellen sich vor den Zelteingang. Roval bittet um Ruhe und das Vertrauen der Runde. Er dreht die Karte der Stadt und beginnt einen Zauber zu wirken. Die Zunge der Wahrheit, den Spruch der Familie Belmont. Die Offiziere wurden unterwandert, und es gilt die Verräter ans Licht zu bringen. In dieser Zone wird die Wahrheit gesprochen. Doch nicht alle im Zelt geben sich diesem Spruch hin. Einige widersetzen sich, doch Belmont erkennt sie nicht direkt.
- Roderick, Marigold und Mando fühlen sich unwohl, wehren sich aber nicht. Magzul, Jahave und Griselda, sowie einige andere, die nicht aus Madunien stammen, versuchen sich zu wehren.
- Moltregaar, Boldan, Griselda, Volrak und Alvar scheitern dabei. Magzul und Jahave hingegen widersetzen sich. Auch außerhalb des Zeltes widerstehen Personen dem Zauber.
- Als Zeichen des guten Willens wird Ex Arena die Befragung beginnen. Roval fragt alle, ob sie Verbündete oder Verräter an Anvil sind. Als er zu Jahave und Magzul kommt, verkündet er, dass sich beide widersetzt haben, fragt sie aber dennoch. Jahave ist bereit, die Stadt zu beschützen, sofern es auf die richtige Art und Weise gemacht wird. Er ist zutiefst verärgert über die Anmaßung von Belmont, die Hilfe von Jahave in Frage zu stellen.
- Als Belmont Magzul als „alten Freund“ anspricht, hört Volrak verwundert zu. Die Verbindung war ihm bisher nicht bekannt. Magzuls konzentrierter Blick durchbohrt Roval und überträgt ein Gefühl der Vertrautheit.
- Nach der Befragung betont Belmont nochmals, dass gestaltwandelnde Verräter unter uns sind und er nicht zulassen wird, dass diese die Zukunft Anvils gefährden werden. Er hofft, dass alle im Zelt damit Freunde Anvils sind, auch wenn ihr Vertrauen in ihn gerade verletzt werden konnte. Magzul pflichtet ihm bei und will systematisch nach den Verrätern suchen. Die Offiziere sollen ihre eigenen Leute befragen, um Verdächtige aufzuspüren.
- Mando tritt an die Karte heran und zeigt auf das Osttor. Nach den Aktivitäten der Raben ist dort die instabilste Stelle. Dort kann der Zugang passieren, um die Stadt zu betreten. Jedoch kann ein Angriff dort auch die Zivilisten gefährden.
- Magzul möchte einen nichtdestruktiven Weg durch das Nordtor finden.
- Marigold ist überzeugt davon, dass am Westtor noch Zivilisten gerettet werden können.
- Jahave ist der Zugang egal, er könnte durch jedes Tor stürmen.
- Boldan präferiert einen südlichen Zugang, weil er vermutet, dass die Schattenklingen den Seeweg nicht blockieren können.
- Doch was denkt Ex Arena? Bei der Überlegung strategischer Zugänge rutscht Alvar eine Frage nach den Splittern der Macht heraus. Griselda und Boldan stellen ihn zur Rede. Er versucht sich mit Hilfe von Roval herauszureden, doch Boldan bleibt standhaft.
- Sinatah blickt zu Belmont und reicht den Brief aus dem Stolz von Vataban an Mando. Als sie die Rolle übergeben will, erscheint aus blauem Rauch Runara und greift die Rolle. Sie bittet um Verständnis für den Weg und die Opfer von Ex Arena und appelliert an Mando, dass Kriegstreiberei alleine nicht reichen wird. Nur der Verlust des Schutzzaubers hat es überhaupt ermöglicht, dass die Schattenklingen in die Stadt gedrungen sind. Gewalt alleine reicht nicht, um sie wieder herauszutreiben.
- Sie blickt zu Moronur und stellt klar, dass diese Abenteurer quasi nebenbei die Grundlage für die Rettung der Stadt gefunden haben. In dem Moment zuckt Moronur beim Gedanken an die Splitter zusammen. Belmont spürt eine Präsenz außerhalb des Zeltes, die untot wirkt. Bevor Runara ihre Hand zu Moronur hebt, erschafft Sinatah eine Illusion der zwei Splitter über der Karte von Anvil.
- Runara ergänzt Illusionen der zwei anderen Steine, um das Bild zu vervollständigen. Onos habe sein ganzes Leben lang nach den Steinen gesucht und sie versteckt. Sie erzählt auch von einem Wesen, das einen Schlüssel darstellt. Ein Wesen, das nur von denen gesehen werden kann, die von ihm wissen. Alvar wird bewusst, dass nur er Tulanir beim Angeln wahrgenommen hatte.
- Nur mit den Steinen und Zugang zur Stadt kann die Befreiung gelingen.
- Volrak schlägt vor, am beschädigten Osttor einen Ablenkungsangriff zu starten, um mit einer kleinen Truppe am Nordtor unbemerkt die Stadt zu betreten. Mando und Jahave verständigen sich auf einen gemeinsamen Angriff, Seite an Seite.
- Runara vermutet, dass wir uns nur um einen der zwei Splitter kümmern können. Für mehr wird die Zeit der Ablenkung nicht reichen. Es liegt nahe, den Splitter zu suchen, der an der Schwelle zur brennenden Bastion auf uns warten wird. Runara betont, dass wir weiterhin Acht geben müssen. Nichts, was wir hier besprechen, darf das Zelt verlassen. Sie wird Aidron zum Nordtor schicken, um uns zu helfen.
Session Impressions
Session 85
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