Die Glocken klingen nach Gefahr
Session 79
- Edda steht am Tisch, an dem sich Lucius und Lord Crimson unterhalten. Lord Crimson blickt ihr direkt in die Augen. Edda gibt sich gelassen und unterhält sich mit ihm. Er lobt sie für ihre Neugierde, warnt sie jedoch auch vor der Gefahr davon. Sie fragt ihn, was die beiden gerade besprochen haben. Auf dem Tisch ist klar eine Karte von Arandor erkennbar.
- Ihr Auge fällt auf Iriles. Dort sind Objekte eingezeichnet, die sie dort nicht kennt. Eine kleine Insel vor der Westküste weckt ihre Neugierde. Sie versucht sich einzuprägen, was sie erkennt. Auf die Frage an Lucius, was sie da sieht, wirkt er unbeeindruckt. Ein kurzer Blick von ihm geht Richtung des Lords. Wulfrick habe Vertrauen zu ihr, doch Lucius kennt sie nicht so gut. Lucius sagt ihr, dass nur das Schlachtfeld zeigen kann, wem man wirklich vertrauen kann.
- Wulfrick Crimson bittet sie bestimmt, Ravina beim Bestehen der Prüfung zu helfen. Ihr ist klar, dass sie gehen sollte und verabschiedet sich mit einem Knicks.
- Corvin, Brannic und Roderick laufen die Straße entlang, der Sonnenuntergang am Horizont ist in vollem Gange. Sie wollen Lucius suchen, doch keiner weiß, wo er sein könnte. Irgendwas stimme mit ihm nicht, den Eindruck hatte Roderick zumindest in letzter Zeit.
- Brannic hat Lucius zuletzt beim Gottesdienst vor zwei Wochen gesehen. Es ist nicht unüblich, dass er ihn nicht so oft sieht, jedoch hätte er normalerweise von ihm gehört.
- Er hört plötzlich eine Glocke. Der Wachturm der Familie Lichtfels. Für eine Stadtwache gibt es nichts wichtigeres als den Schutz der Königsfamilie. Brannic stürmt los. Doch Corvin möchte mit Roderick die Suche fortsetzen. Roderick hält ihn aber fest und möchte, dass Corvin zum König geht und er allein nach Lucius sucht.
- Zwei Rauchschwaden steigen aus dem Burghof auf, die die beiden Wachen von weitem sehen. Neben ihnen rennen weitere Wachen an ihnen vorbei.
- Als sie um die Ecke laufen, fliegt eine der anderen Wachen an ihnen vorbei. Der Wächtergolem scheint nicht freundlich gesinnt zu sein.
- Vespera hält die Klinke kurz fest, löst sich wieder und flüstert auf elbisch „Schatten“. Sie bittet Hermine darum, ein Bild von Boldan aus ihrem Zimmer zu holen und bietet an, derweil hier auf die Kekse aufzupassen und sich um eine Ratte zu kümmern. Sie verlässt den Raum und läuft nach oben.
- Ein Schatten zieht vom Boden auf Vespera, ihre Schattenrüstung legt sich an.
- Kaelis und Vespera sprechen leise miteinander, niemand möchte sich zeigen. Vespera fließt in den Schatten. Er fragt sie, wo ihre Loyalität liegt. Sie diene nur sich selbst.
- Die Tür nach draußen öffnet sich. Tirael Crimson tritt herein, er ist etwa 25 Jahre alt. Er meint, dass Vespera und Kaelis die zwei größten Witzfiguren seien, die er seit langem gesehen habe. Vespera wird seit Wochen verfolgt und setzt die Crimson-Familie dieser Gefahr aus. Sie kniet nieder, die Angst bringt Schweiß auf ihre Stirn. Es war ihre dritte letzte Chance.
- Er spricht zu Kaelis, er mache oft gute Arbeit, doch das reiche nicht immer. Nachdem Kaelis ruhig bleibt, meint Tirael, dass er wenigstens nicht so viel falsches erzählt wie Vespera es tat.
- Vespera spannt sich an, jederzeit bereit, dass Tirael ihr Leben beenden möchte. Sie bietet nochmals ihre Hilfe an.
- Edda blickt auf die Empore. Die zwei Männer packen ihre Sachen zusammen. Ravina ist in ihre Bücher vertieft. Edda hört ein Glockenläuten, jedoch kann sie nicht ganz zuordnen, welche sie hört. Um diese Uhrzeit sollte nichts mehr läuten. Sie greift Ravinas Hand und fordert, dass sie ihr sagt, was sie über die Pläne ihres Vaters weiß.
- Ihre Augen werden groß, sie füllen sich mit Tränen. Ein kurzer Blick huscht in Richtung von Wulfrick. Edda weicht etwas zurück, erschrocken von der Reaktion, aber sie hofft weiter, dass Ravina ihr etwas erzählen wird.
- Und sie öffnet sich. Seit Wochen gehen komische Dinge im Hause Crimson vor sich. Wulfrick kommt zu ihnen und fragt, ob alles in Ordnung sei. Es sei Zeit zu gehen - draußen laufen Stadtwachen an der Straße entlang. Das Läuten wirkt lauter. Wulfrick sagt zu Edda, dass die Zeiten sich ändern werden. In dem Moment realisiert Edda, welche Glocke sie da hört. Sie stößt gegen Lucius, der hinter ihr steht. „Was habt ihr getan?“ fragt Edda. Lucius sagt, dass die wichtigere Frage sei, was jemand nicht getan hat.
- Edda tritt ein „Verräter!“ über die Lippen. Beim Blick auf Ravina kommen ihr ebenfalls Tränen. Sie zaubert sich zurück in die Unsichtbarkeit und schafft eine Illusion einer Bombe mit brennender Zündschnur. Sie versucht die Türe zu öffnen, doch sie scheint blockiert. Das Drücken der Klinke verrät ihre Position. Wulfrick tritt auf die Illusion, worauf sie verschwindet. Mit ruhiger Stimme tritt er auf Edda zu - er verstehe die Überwältigung, doch sie brauche keine Angst zu haben. Ihre Stärke ist etwas, was sie brauchen können.
- Sie will nicht zwischen ihrer Freundin und ihrer Loyalität zur Kirche wählen. Wulfrick öffnet die Türe und warnt sie, dass sie sicher sein sollte, auf welcher Seite sie steht. Edda stolpert heraus. Ein Soldat bleibt neben ihr stehen und fixiert Lucius. Roderick fragt Lucius, was das alles zu bedeuten habe. Edda ruft, dass diese Verräter den König stürzen wollen.
- Brannic läuft die Treppe nach oben, ein großer Vermummter mit riesigem Säbel stürmt an ihm vorbei Richtung Burg. Weitere folgen, er zählt 25 Personen. Corvin ist ebenso verwirrt wie Brannic, sie schauen sich an und laufen schnell hinterher.
- Mando Eichenschild ruft laut, dass sie das Tor schützen sollen. Eine Masse an Soldaten stehen um einen durchdrehenden Wächtergolem, der wild um sich schlägt.
- Ein Vermummter versucht von hinten auf Corvin einzuschlagen. Er verfehlt jedoch. Corvin brüllt ihn an, der junge Mensch rennt voller Furcht weg. Sein Brüllen ist so intensiv, dass die Welt um ihn herum sich kurz verschiebt. Er vergisst, wo er ist - plötzlich ist er Sinatah Liadon, die am Boden festgekettet ist. Eine Sekunde reicht, Sinatah sieht die anderen um sich herum, alle wirken benommen und gefangen. Ein großer grüner Ring verläuft um sie herum. Corvin kommt wieder zu sich, zieht sein Schwert und stürzt sich in den Kampf. Mit seinem ersten Schlag streckt er drei vermummte Gestalten nieder.
- Brannic sieht den Angriff von Corvin, mit seinem Speer springt er ebenso auf die Gegner zu und wirft ihn Richtung Golem. Er schlägt am Golem vorbei in einer Wand ein. Der nächste Schlag mit seinem Schwert geht auf die Kultisten.
- Corvin wirkt einen magischen Strahl auf den Golem. Das Licht des Mondes schlägt in den Golem ein.
- Das Licht bringt Brannic in die kniende Gestalt von Alvar. Auch ihm fällt der grüne Strahl auf, der um sie herum kreist.
- Vespera kniet vor Tirael. Er fragt sich, wieviele Chancen sie noch braucht. Sie starrt auf das Amulett um ihren Hals.
- Kaelis merkt, wie seine Kehle eng wird. Kurz darauf merkt er, dass ihn etwas nach oben zieht, sodass er aufstehen muss. Atemverlust war Teil seiner Ausbildung, doch dieser Effekt ist unerwartet stark. Es wird dunkel in seiner Sicht. Wie ein Traum legt sich der Blick aus den Augen von Moronur vor ihn. Er kann atmen. Um ihn herum ist der Rest von Ex Arena. Er sieht Volrak, der gebückt vor ihm steht. Das Licht an der Mauer strahlt immer noch hell. Das grüne Band geht um ihn herum. Und dann ist der Hals wieder zu und Tirael steht vor Kaelis im Raum.
- Tirael lobt seine Arbeit, er habe viel herausgefunden und könnte nützlich sein. Doch er weiß zu viel. Tirael fordert Vespera auf, Kaelis anzuschauen. Was fällt ihr an ihm auf? Kaelis ist unscheinbar, jedoch macht er ihr etwas Angst. Tirael hat sein Leben in der Hand. Doch Tirael fragt, ob Kaelis auf sie lebendig wirkt.
- Vespera schaut Kaelis näher an. Ihr fällt ein Ring auf, der unscheinbar und dunkel an seinem Finger steckt. Ihr Amulett pulsiert mit Energie. Sie dient nur einer Gestalt, einer Göttin, der Raven Queen. Sie bittet um ein Wunder. Sie reißt das Amulett ab, ein Stich durchdringt ihrem Körper. Die Welt verschwimmt, plötzlich kniet Roval Belmont vor der golden leuchtenden Kugel. Er schaut in das Licht, darin sieht er Roderick, der an einer Wand festgekettet ist.
- Im nächsten Moment grinst Tirael in Vesperas Gesicht. Er hofft, dass sie sich einig sind, dass Kaelis zu viel weiß. Tirael greift nach der Hand von Kaelis. Dieser versucht, nach Tirael zu greifen, doch er hält ihn fest und zieht seinen Ring vom Finger. Kaelis sackt zusammen, der Tod ergreift ihn sofort. Tirael ist begeistert vom Ring, er wollte so etwas schon immer haben. Er steckt sich den Ring an und wundert sich kurz. Unsterblichkeit fühlt sich kaum anders an.
- Vespera nutzt die kurze Ablenkung und teleportiert sich nach draußen.
- Wulfrick streckt seine Hand nach Edda aus und bittet sie, mitzukommen. Sie scheint wie angewurzelt zu sein, sie schüttelt leicht ihren Kopf. Ein scharfes Nein verlässt ihre Lippen. Er greift nach ihr und im Moment der Berührung findet sie sich in Volrak wieder. Sein Rücken schmerzt, er ist zusammengekauert auf dem Boden, die Wut steigt in ihm auf. Er erblickt das grüne Band, dann ist er wieder Edda. Wulfrick betont, dass das ihre einzige Chance ist. Ängstlich blickt sie zu Ravina. Sie schüttelt nur den Kopf. Edda ist verwirrt und frustriert - sie fragt Ravina nochmals, was hier passiert. Es scheint ihr unglaublich, was diese Familie - die sie seit früher Kindheit kennt - vor hat. Sie blickt zum jungen Paladin neben ihr.
- Wulfrick blickt enttäuscht auf sie. Es sei ein verschwendetes Talent, aber die Wege trennen sich nun wohl. Mit Ravina läuft er auf die Straße und entfernt sich langsam. Edda flüstert zu sich, dass sie sich wiedersehen werden. Eine Stadtwache kommt zu ihr und fragt, ob sie helfen kann. Sie berappelt sich und bietet ihre Hilfe an. Sie soll zu den Glocken. Ihr letzter Blick zum Haus zeigt noch, dass Lucius und der Paladin diskutieren.
- Vespera steht auf der Straße vor dem Anwesen der Belmonts. Sie atmet tief ein. Sie läuft entgegen den Wachen, sie möchte fliehen. Orientierungslos irrt sie durch die Straßen. Ihr Umhang gibt ihr etwas Halt. Als sie sich dem Stadtrand nähert, sind die Geräusche in die Ferne geraten. Sie blickt zurück und denkt an Hermine, vielleicht wären sie Freunde geworden. In ihrer Tasche findet sie das Amulett, welches sie mit Verzweiflung hervor holt. Am Außenring blickt sie abermals zurück, irgendetwas verfolgt sie immer noch.
- Ein Rabe sitzt in einem Baum. Ein Bolzen durchdringt sie. Tirael Crimson hält seine Armbrust fest.
- Corvins Schwert steckt im Golem, magische Funken durchströmen das Wesen. Die Wachen um ihn herum drehen sich zur Menge und drängen die Feinde zurück. Einige seiner Kameraden liegen regungslos auf dem Boden. Er spricht zum Rest, es gilt das Tor um jeden Preis zu halten. Mit jedem Moment wird der Druck der Gestalten geringer, das Gröbste scheint überstanden. Auch Brannic schlägt eine weitere Gestalt von sich weg. Er atmet schwer, tiefe Kratzer brennen in seiner Seite.
- Gleichzeitig kommt mehr Unterstützung für die Wache dazu. Auch Edda, die golden glänzende Drachengeborene kommt dazu und sieht Corvin, den Leoniden mit großem Zweihänder. Sie versucht zu verstehen, was hier gerade vor sich geht. Sie scheint zum Ende des Kampfes dazugekommen zu sein. Hätte sie beim Haus der Crimsons bleiben sollen?
- Edda fragt Corvin, wie sie helfen kann, woraufhin er sie um heilende Hände für die Wachen bittet. Doch diese Seite der Magie ist ihr noch nicht vertraut.
- Edda dreht sich um und läuft zurück. Einer der Soldaten sagt zu Corvin, dass sie Edda vor dem Hause der Crimsons gefunden haben. Er geht ihr hinterher.